Gay Games in Köln voller Erfolg

Ein voller Erfolg waren die VIII. Gay Games in Köln. Eine Woche lang waren rund 10.000 Athleten aus gut 70 Ländern der Welt in der Domstadt, um sich im sportlichen Wettkampf zu messen.

Am Ende gab es eine große Party im Kölner Tanzbrunnen, bei der sich auch die Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes bei den Teilnehmern bedankt hat.

Für einige Teilnehmer ist es etwas besonderes, an der größten schwul-lesbischen Sportveranstaltung der Welt mitgemacht zu haben: Für sie bedeuteten die Gay Games eine Woche Freiheit, erinnerten die Veranstalter daran, dass Homosexualität in vielen Ländern der Erde gesellschaftlich geächtet und strafrechtlich verfolgt wird.

Dem entsprechend ist auch die Bilanz von Michael Lohaus, Co-Präsident der Gay Games Cologne. In einem Interview mit der Kölnischen Rundschau betont er, diese Teilnehmer haben Selbstbewusstsein gewonnen: „Das ist es, was Köln mitzugeben hat. Natürlich wäre eine solche Veranstaltung vor Ort ein ganz anderes Signal, aber man kann auch nicht 10.000 Sportler zu politischen Botschaftern machen, abgesehen von der schwierigen Durchführung und den Sicherheitsrisiken“, ist Lohaus realistisch.

Möglich wurden die Gay Games durch jede Menge Mut und die ehrenamtlichen Mitarbeiter: Allein in der letzten Woche investierten 2500 Ehrenamtler insgesamt zehntausend Arbeitstage, 31 Prozent von ihnen sind aus dem Ausland. Ohne sie wären die Gay Games nicht möglich gewesen.

Doch auch im sonst so toleranten Köln war nicht alles perfekt: So soll ein Altstadt-Hotelier eine schwarze, lesbische und übergewichtige Frau aus seinem Hotel geekelt haben. Und außerdem wurden Gay-Games-Plakate und Autos mit Homosexuellen-feindlichen Sprüchen besprüht.

„Da machen wir uns nichts vor: Diese Leute gibt es überall, und deswegen werden wir weiter für unsere Rechte kämpfen“, gibt Lohaus diesen intoleranten Kölnern mit auf den Weg.