Verbot für Homo-Ehe in mazedonischer Verfassung?

In der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien möchte die nationalkonservative Regierungspartei VMRO-DPMNE gleichgeschlechtliche Ehen durch die Verfassung verbieten lassen. Das berichtet die Tageszeitung „Nova Makedonija“ in ihrer heutigen Ausgabe.

So hat die Partei von Premierminister Nikola Gruevski bereits einen neuen Entwurf für die entsprechende Stelle in der mazedonischen Verfassung vorbereitet. In diesem wird die Ehe als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau definiert.

Gruevski folgt mit der Gesetzesänderung einer Forderung der führenden Religionsgemeinschaften Mazedoniens, die sich fast einstimmig gegen gleichgeschlechtliche Ehen ausgesprochen haben. Auch in der Bevölkerung finden die Pläne Unterstützung. Einer Umfrage der Zeitung zufolge sind 78 Prozent für die Verfassungsänderung, eine Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule wird sogar von 88 Prozent der befragten Mazedonier abgelehnt.