Freitag, 23. Februar 2024
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Lesben- und Schwulenparade in Kiew verboten

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In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist eine Lesben- und Schwulenparade verboten worden, die am Samstag als Höhepunkt einer „Pride Week“ stattfinden sollte. Ein Verwaltungsgericht hat das Verbot der Stadtverwaltung bestätigt. Diese hatte argumentiert, dass die Parade Gewalt provozieren und ein traditionelles Volksfest stören könnte.

Parlamentsabgeordnete gegen Parade

Der „Kiew-Tag“ wird in der Ukraine traditionell am letzten Wochenende im Mai gefeiert. Dieses Jahr wollten Lesben und Schwule an diesem Tag ebenfalls feiern. Doch das stieß auf Proteste: Mehr als sechzig Parlamentsabgeordnete haben an den Bürgermeister von Kiew appelliert, die Kundgebung zu verbieten.

Die Angst vor gewalttätigen Ausschreitungen ist dabei nicht unbegründet: Die rechtsradikale Partei „Swoboda“, die bei den letzten Parlamentswahlen mehr als zehn Prozent der Stimmen bekommen hatte, drohte bereits im Vorfeld: Ein Parteisprecher wollte sich gegen den „liberalen Faschismus“ wehren und kündigte auch körperliche Übergriffe auf die Teilnehmer an.

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Stadt Kiew zunächst kooperativ

Dabei hat sich die Stadt in diesem Jahr zunächst recht kooperativ gezeigt, berichten die Veranstalter. Dies führten sie auf die internationale Aufmerksamkeit durch, die das Thema nach sich zieht. Zur Zeit findet in Kiew eine „Pride Week“ mit Ausstellungen und Vorträgen statt. Diese wird auch von Amnesty International unterstützt. Auch eine 20-köpfige Delegation aus Kiews deutscher Partnerstadt München ist für die „Pride Week“ in die ukrainische Hauptstadt gereist. Nun möchten die Organisatoren gegen den Bescheid der Stadt berufen.