HOSI Wien bekommt bald UNO-Beobachter-Status

Die HOSI Wien könnte schon bald offiziell den Beraterstatus bei den Vereinten Nationen bekommen. Das NGO-Komitee des Wirtschafts- und Sozialrats (ECOSOC) der Vereinten Nationen hat mehrheitlich empfohlen, der Homosexuelle Initiative Wien den Beraterstatus als Nichtregierungsorganisation anzuerkennen.

Den entsprechenden Antrag hat die HOSI Wien bereits 2007 gestellt. Dass er erst jetzt behandelt wurde, lag „in erster Linie am Widerstand einer Allianz aus vor allem islamischen und/oder afrikanischen Staaten, die in den letzten Jahrzehnten alles versucht haben, um die Zuerkennung des NGO-Beraterstatus an Lesben-, Schwulen- bzw. Transgender-Organisationen generell zu verhindern“, wie die HOSI Wien auf ihrer Homepage schreibt.

„Wir sind daher besonders erfreut, dass es nun endlich gelungen ist, eine positive Entscheidung herbeizuführen“, so HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler, der den Antrag betreut hat. Sogar für das österreichische Außenministerium ist diese Empfehlung eine „historische Entscheidung“, wie es auf der Facebook-Seite des Amtes heißt. Denn die HOSI Wien ist erst die dritte LSBT-Organisation, die schon vom NGO-Komitee empfohlen wurde – zehn andere Organisationen wurden zunächst vom Komitee abgelehnt und bekamen den Status erst vom vollen ECOSOC, der sich aus 54 Mitgliedsstaaten zusammensetzt, gewährt.

Die HOSI Wien geht davon aus, dass die Zustimmung der ECOSOC bei der Sitzung im Juli reine Formsache sein wird und dankt dem Außenministerium und er Ständigen Vertretung Österreichs bei der UNO in New York für die Unterstützung.

Für den Antrag auf Zuerkennung des NGO-Beraterstatus an die HOSI Wien stimmten Belgien, Bulgarien, Indien, Israel, Nicaragua, Peru, Türkei, USA und Venezuela. Dagegen waren China, Marokko, Pakistan, Russland, Senegal und Sudan. Kirgisien und Mosambik enthielten sich, Burundi und Kuba waren bei der Abstimmung nicht anwesend.