Italienisches Parlament will Lesben und Schwule besser vor Hassverbrechen schützen

Der Justizausschuss des italienischen Parlaments hat in erster Lesung ein Gesetz beschlossen, dass Lesben und Schwule vor Hassverbrechen schützen soll. Aktivisten kritisieren, dass Transgender in dem Entwurf nicht geschützt werden.

Das Gesetz erweitert das bereits vorhandene Anti-Diskriminierungsgesetz aus dem Jahr 1993 um den Schutz vor Homophobie. Vorgeschlagen wurde die Gesetzesänderung vom offen schwulen Abgeordneten Ivan Scalfarotto. Das italienische Parlament wird darüber am 22. Juli abstimmen.

Doch es gibt auch Kritik an der Gesetzesänderung: Das schwul-lesbische Rechtsanwalts-Netzwerk Rete Lenford kritisiert, dass Geschlechteridentität nicht ebenfalls als Merkmal in das Gesetz aufgenommen wurde. „Diese Lücke könnte Transgender diskriminieren, weil wir nicht nur männlich oder weiblich sind“, heißt es in einer Aussendung.