Olympische Flamme für Sotschi entzündet

Am Sonntag wurde im griechischen Olympia die olympische Flamme für die Winterspiele im russischen Sotschi entzündet. Und auch dabei waren die umstrittenen Gesetze gegen „Homo-Propaganda“ in Russland ein Thema.

Der russische Eishockey-Star Alexander Owetschkin, zweiter Fackelträger nach einem griechischen Schifahrer, wollte sich zu dem Thema nicht äußern. „Ich bin nur ein Eishockey-Spieler. Das ist etwas für Politiker“, sagte der NHL-Stürmer auf die Frage, ob das Thema die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi beeinträchtigen könnte. Seinen vielen Freunden in den USA habe er großartige Spiele versprochen, so Owetschkin.

Putin ätzt gegen Westen

Die Politiker scheinen unterdessen nicht nachzugeben: Präsident Putin kritisierte letztens in einer Rede vor internationalen Gelehrten die „political correctness“ des Westens: „Sie leugnen moralische Prinzipien und alle traditionelle Identitäten: National, kulturell, religiös und sogar sexuell. Die führen eine Politik ein, die große Familien mit gleichgeschlechtlichen Paaren gleichstellt, den Glauben an Gott mit dem Glauben an den Teufel“.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat unterdessen noch keine Verletzung der olympischen Prinzipien durch das „Anti-Homo-Propaganda“-Gesetz festgestellt. Mehrere Organisationen wollen deshalb Druck auf die Sponsoren der Olympischen Spiele ausüben, unter anderem Coca Cola, McDonald’s, Samsung, Procter & Gamble und Visa.