Dienstag, 28. Mai 2024
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Politiker aus Kuwait ätzen über Amnesty International

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Harsche Kritik an der Menschenrechtsorganisation Amnesty International kommt aus Kuwait. Grund: Amnesty hatte den Golfstaat dafür kritisiert, schwule und lesbische Ausländer nicht mehr als Gastarbeiter ins Land zu lassen – und die sexuelle Orientierung mit medizinischen Tests prüfen zu wollen.

„Amnesty soll keine Verbrecher verteidigen“

So erklärte der Parlamentsabgeordnete Abdul Rahman Al Jiran: „Die Entscheidung, Homosexuellen die Einreise nach Kuwait zu verweigern, ist eine innerstaatliche Angelegenheit. Amnesty International soll sich um die vornehmen und noblen Ziele kümmern, für die es gegründet wurde, Homosexualität und andere Verirrungen zur Seite legen und aufhören, Verbrecher zu verteidigen.“ Der Abgeordnete meinte weiters, Amnesty solle sich lieber um außereheliche Geburten und die hohe Abtreibungsrate in Europa kümmern und um „moralische Verbrechen, die von allen göttlichen Religionen verboten werden“.

Außenministerium soll Amnesty „noble Prinzipien des Islam“ erklären

Auch ein anderer Abgeordneter weist die Kritik von Amnesty International zurück: „Ich verurteile die unverschämten Forderungen einer Organisation, die sich selbst als Beschützer von Freiheit und Menschenrechten darstellt“, sagte Mohammed Al Jabri. Das Außenministerium von Kuwait solle Amnesty dringend antworten, um der Organisation „die noblen Prinzipien, Werte und Lehren des Islam, an die das Volk von Kuwait glaubt und die die Propaganda von Laster und Ausschweifungen in der Gemeinschaft zurückweisen“ zu erklären.

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Homosexualität ist in Kuwait verboten. Paragraph 193 des Strafgesetzbuches verbietet gleichgeschlechtliche Kontakte von Männern, die älter als 21 Jahre alt sind. Verstöße werden mit bis zu sieben Jahren Haft geahndet. Wenn einer der Beteiligten unter 21 ist, sind bis zu zehn Jahre Haft möglich.