Freitag, 14. Juni 2024
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Dänemark feiert 25 Jahre Eingetragene Partnerschaft

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Dänemark feiert ein Jubiläum: Vor 25 Jahren hat das Land als erstes der Welt die Eingetragene Partnerschaft für schwule und lesbische Paare eingeführt – und so den Startschuss für die Gleichstellung von homosexuellen Beziehungen gegeben.

Es war am 1. Oktober 1989, als der damalige Bürgermeister von Kopenhagen, Tom Ahlberg, in einer Zeremonie im Rathaus elf gleichgeschlechtliche Paare verpartnerte. Diese glich einer Eheschließung – außer dass das Wort „Ehe“ durch „Eingetragene Partnerschaft“ ersetzt wurde.

Die Stadt Kopenhagen feiert dieses Ereignis mit einer Reihe von Veranstaltungen. So haben der jetzige Bürgermeister Frank Jensen und Kronprinzessin Mary gestern eine Ausstellung im Rathaus eröffnet, die dieses Jubiläum dokumentiert.

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Dem Schritt der Dänen, gleichgeschlechtlichen Beziehungen eine rechtliche Basis zu geben, folgten mittlerweile fast alle mittel- und westeuropäischen Staaten mit Ausnahme von Italien. Viele haben auch die Ehe selbst geöffnet – so wie Dänemark im Jahr 2012 als elftes Land der Erde.

Die Rechte gleichgeschlechtlicher Staatsbürger zu stärken hat in Dänemark Tradition. Die Vorgängerorganisation der größten LGBT-Organisation des Landes wurde bereits im Jahr 1948 gegründet – als eine der ältesten Gruppen der Welt. Bereits 1933 wurde Homosexualität legalisiert, das Schutzalter wurde 1977 mit dem von heterosexuellen Verbindungen gleichgestellt. Seit 2010 sind schwule und lesbische Paare auch im Adoptionsrecht gleichgestellt.

Und anders als in vielen Ländern können schwule und lesbische Dänen auch kirchlich heiraten. Die Staatskirche erlaubt gleichgeschlechtliche Trauungen, ein Pastor kann diese aber aus Gewissensgründen verweigern – aber dann wird, dänisch-pragmatisch, einfach ein Ersatz-Pastor aufgetrieben.