Samstag, 15. Juni 2024
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Dolce und Gabbana gegen schwule Eltern – Elton John protestiert

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Ordentlich ins Fettnäpfchen sind die schwulen Modeikonen Domenico Dolce und Stefano Gabbana getreten. In einem Interview mit einem italienischen Wochenmagazin haben sie sich gegen Regenbogenfamilien ausgesprochen – der Boykottaufruf folgte augenblicklich.

Auch, wenn Dolce und Gabbana privat kein Paar mehr sind – die selben Werte teilen sie auf jeden Fall. In einem Interview mit dem Wochenmagazin „Panorama“ erklärte Stefano Gabbana: „Wir sind gegen Homo-Adoptionen. Die einzige Familie ist die traditionelle“ – sie sei keine „Modeerscheinung“, in ihr stecke „der ursprüngliche Sinn von Zugehörigkeit“. Und sein Ex-Partner Domenico Dolce ergänzte, das Leben habe einen „natürlichen Lauf“ – deshalb sei er gegen „synthetische Kinder. Gebärmütter zum Mieten, Samen aus dem Katalog“. Kinder sollten aus einem „Akt der Liebe“ gezeugt werden und Vater und Mutter haben, sind die beiden Designer überzeugt.

Aussagen, die nicht nur unter Fans der Modeschöpfer für Empörung sorgten. Auf Initiative der italienischen Webseite „LGBT News Italia“ schwappte die Kampagne „#BoycottDolceGabbana“ in Windeseile weltweit durch sämtliche Soziale Medien.

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Prominenter Unterstützer der Proteste ist der britische Musikstar Sir Elton John, selbst mit seinem Mann David Furnish doppelter Regenbogenvater seiner Söhne Zachary und Elijah. „Ich werde nie wieder Dolce und Gabanna tragen!“, macht Sir Elton klar. Wütend fragt er das Designerpaar:„Wie könnt ihr es wagen, meine wunderbaren Kinder als ‚synthetisch‘ zu bezeichnen?“ Ihnen schreibt er ins Stammbuch: „Schämt euch, mit eurem kleinen erhobenen Zeigefinger auf die In-Vitro-Fertilisation zu zeigen – ein Wunder, das es so vielen Menschen, heterosexuellen wie homosexuellen, ermöglicht, ihren Traum vom Kind zu verwirklichen. Euer altmodisches Denken ist nicht mehr zeitgemäß, genau wie Eure Mode.“

Eine Reaktion von Domenico Dolce und Stefano Gabbana zu den Protesten gibt es noch nicht. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass die beiden Männer ihr konservatives Familienbild zu Protokoll geben. Bereits 2006 sagte Gabbana gegenüber einer italienischen Tageszeitung, dass er gegen homosexuelle Eltern sei. „Ich glaube, es ist brutal, ein Baby seiner Mutter wegzunehmen“, so der Modeschöpfer damals.