Stonewall Inn unter Denkmalschutz

Es war am 28. Juni 1969, als schwule Männer nach einer Polizeirazzia im Stonewall Inn auf der Straße protestierten. Die tagelangen Unruhen auf der Chrstopher Street gelten als Geburtsstunde der modernen Schwulenbewegung. Nun wurde das Stonewall Inn praktisch unter Denkmalschutz gestellt.

Kurz vor der New York Pride, die an die Unruhen erinnert, hat die Denkmalschutzkommission der Stadt dem Antrag, das Stonewall Inn in der Christopher Street 51-53 in die Liste der schutzwürdigen Denkmäler aufzunehmen. Die öffentliche Anhörung, die vor der Entscheidung stattfand, dauerte eine Stunde – und kein einziger Teilnehmer sprach sich dagegen aus. Als die Entscheidung dann verkündet wurde, brachen einige Aktivisten in Tränen aus.

„Mit dieser Verordnung werden das Gebäude und seine Geschichte anerkannt und fortgesetzt. Es ist wirklich ein Grund zum Feiern, und wir haben lange daran gearbeitet“, erklärt Andrew Berman von der Greenwich Village Society, die lange dafür gekämpft hat, das Stonewall Inn unter Denkmalschutz zu stellen.

Bei der Anhörung erzählten Teilnehmer der Unruhen, die vor 46 Jahren stattgefunden haben, wie sie diese Nächte erlebt haben. Offen schwule und lesbische Mitglieder des Stadtrates erzählten, welche Bedeutung das Lokal für sie hatte.

Nun kämpfen die Aktivisten dafür, dass drei weitere Orte der Lesben- und Schwulenbewegung den Status als Denkmal bekommen. Diese drei Orte sind Julius’ Bar, Das „Lesbian, Gay, Bisexual, and Transgender Community Center“ und das ehemalige „Gay Activists Alliance Firehouse“.