Montag, 27. Mai 2024
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BBC verlinkt auf Schwulenporno-Produzenten

Bei einem Artikel über Donald Trump war kurzzeitig ein Link zum Twitter-Account von TitanMen online

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Da ist der altehrwürdigen BBC offenbar ein Missgeschick passiert: Bei einem Online-Artikel des Senders über US-Präsident Donald Trump wurde ein Tweet des Porno-Labels TitanMen eingebunden. Als die Briten ihr Missgeschick schließlich bemerkten, wurde dieser Tweet unauffällig entfernt.

In dem Artikel, der bereits vor einigen Wochen veröffentlicht wurde, ging es um die Verbindungen von US-Präsident Donald Trump zu Russland: Paul Manafort, ehemaliger Leiter von Trumps Wahlkampagne, wurde gerade vom Sonderermittler Robert Mueller unter Hausarrest gesetzt – und die Ermittlungen, inwieweit der Kreml die Kampagne unterstützt hat, gehen weiter.

Die Meinung von TitanMen gefiel dem BBC-Redakteur offenbar so gut, dass er den Verfasser nicht überprüfte

Um ihren Artikel etwas umfassender zu gestalten, hat die BBC auch Tweets von Privatpersonen eingebunden. Eingeleitet wurde dieser Teil des Artikels mit dem Satz: „Kritiker auf Twitter haben ihm rasch vorgeworfen, die Aufmerksamkeit von den Ermittlungen gegen Russland abzulenken, indem er sich darüber beschwert hat, dass der Schwerpunkt nicht auf eine Gegenkandidatin gelegt werde, die er in der Präsidentschaftswahl vor fast einem Jahr geschlagen hat.“

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Screenshot: BBC
Screenshot: BBC

Darauf folgte ein Tweet mit dem Inhalt: „Sie ist nicht der Präsident – du bist es. Netter Versuch, um von den Anklagen abzulenken, die am Montag kommen.“ Und der Verfasser dieser Kurzmitteilung war das bekannte US-Pornolabel TitanMen.

Kurz, nachdem die BBC bemerkt hat, wen sie da eingebunden hatte, löschte sie den Tweet wieder

Mehreren Usern fiel auf, wen die BBC da auf ihrer Nachrichtenseite eingebunden hatte – als auch die Briten selbst merkten, wen sie da verlinkt hatten, entfernten sie den Tweet rasch wieder aus dem Artikel.

Und auch bei TitanMen selbst blieb die hochrangige Einbettung der Kurznachricht nicht verborgen. „LOL! Die BBC hat unseren Twitter-Kommentar zu Trump gepostet, dann kapiert, dass wir eine Schwulenporno-firma sind und ihn gelöscht“, schrieben sie auf Twitter – um hinzuzufügen: „Wir sehen uns gerne als der Männerporno mit Hirn.“