Erste Parade im Pinzgau war ein voller Erfolg

Deutliches Zeichen nach dem Diebstahl einer Regenbogenflagge

Regenbogenflagge
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Am Samstag hat in der Pinzgauer Gemeinde Unken die erste Regenbogenparade in der Geschichte der knapp 2000 Einwohner:innen zählenden Gemeinde stattgefunden. Unter dem Motto „Die Welt ist bunter als du glaubst“ sind rund 180 Teilnehmer:innen vom Schloss Oberrain zum Gemeindeamt marschiert und haben so ein deutliches Zeichen gegen die Diskriminierung sexueller Minderheiten gesetzt.

Eine deutliche Reaktion auf den Diebstahl einer Regenbogenflagge

Die Parade war eine Reaktion darauf, dass im Juni eine Regenbogenfahne, die am Kirchturm gehisst wurde, nach gerade einmal sechs Tagen gestohlen wurde. „Wir dachten als Antwort darauf, gut ein Regenbogen verschwindet, da tauchen plötzlich hunderte mehr auf. Im Sinn von wir sind queer und wir sind hier“, erinnert sich Initiator Florian Niederseer im Gespräch mit dem ORF Salzburg.

Auffälligstes Stück der Unkener Regenbogenparade war wohl eine der größten Regenbogenflaggen Österreichs: Das zwölf mal drei Meter große Symbol der LGBTI-Community wurde vom Pongauer Arbeitsprojekt PAP genäht und wurde dem Bürgermeister übergeben.

„Wir machen den Pinzgau bunt und vielfältig“

Und so setzten sich am Samstag um 16.00 Uhr die rund 50 Unterstützer:innen beim Schloss Oberrain in Bewegung. Wie von den Veranstalter:innen erhofft, war ein Großteil der Veranstalter:innen in Tracht. Unter ihnen waren auch der Unkener Bürgermeister Florian Juritsch von der ÖVP und die Salzburger Integrationslandesrätin Andrea Klambauer von den Neos.

Für den Bürgermeister ist es „sehr begrüßenswert, dass diese Veranstaltung in der Gemeinde Unken durchgeführt wird. Es ist generell jede Veranstaltung zu begrüßen, die für Toleranz und für Respekt untereinander ist“, so der ÖVP-Politiker zum ORF-Salzburg. Und Landesrätin Klambauer ergänzte: „Wir machen den Pinzgau bunt und vielfältig, denn Respekt und Akzeptanz sind wichtige Eckpfeiler einer liberalen Gesellschaft.“