[Galerie] Slowakische Burschen, in ihrer Natürlichkeit eingefangen

Der slowakische Fotograf Phil Dlab fängt die Natürlichkeit der Burschen perfekt ein

Nothing to Hide

Knapp 65 Kilometer trennen Wien von Bratislava – und slowakische Burschen üben nicht nur auf die Wiener Szene eine ganz eigene Faszination aus. Der in der Slowakei geborene Fotograf Phil Dlab versucht, die Spuren zwischen Gym, BelAmi und dem echten Leben zu verfolgen. Entstanden ist dabei „Nothing to hide – Young Men From Slowakia”, ein durchaus offenherziger Bildband, erschienen im Salzgeber-Verlag.

Natürlich, spontan und ungekünstelt

Dlab, der in Kanada aufgewachsen ist, aber wieder in der Slowakei lebt, fängt seine Modelle natürlich, spontan und ungekünstelt ein. Im Mittelpunkt seiner Fotos stehen eindeutig die Modelle, die zumeist in Alltagssituationen abgelichtet wurden. Dabei zeigen sie sich in ihrem natürlichen Selbstbewusstsein, ohne zu Posern zu werden.

Für den Künstler ist sein erstes Buch auch das Finden seiner Identität als Männeraktfotograf, in einem Land wie der Slowakei, das eher traditionell und konservativ ausgerichtet ist. Seine Fotografie sieht er als Antwort auf die tiefe Überzeugung, dass „etwas fehlt“, wie er selbst sagt. Nun füllt er mit seinen einzigartigen Fotos eine Lücke, gespickt mit „magischen Momenten“ und seinem eigenen Stil, der sich nicht von Trends beirren lässt.

„Ich zeige Jungs, die tun, was Jungs eben so tun, nur eben nackt“

Über seine eigene Arbeit sagt Dlab: „Ich zeige Jungs, die tun, was Jungs eben so tun, nur eben nackt. Einer macht das Frühstück. Warum soll er dabei nicht nackt sein? Ein anderer holt sein Fahrrad, um ein paar Runden zu drehen. Warum soll er nicht nackt sein? (…) Der Trick besteht darin, diese Situationen so beiläufig und authentisch wie möglich im Stil der ‚versteckten Kamera‘ einzufangen.“

Und so zeigt Phil Dlabs erster Bildband mit 150 Fotografien in Farbe und Schwarz-Weiß junge Männer, die – wie es der Titel verspricht – wirklich „nichts zu verbergen“ haben. Dabei zeigt er mehr als andere Fotografen, und spielt elegant mit den Klischees über slowakische Burschen, ohne dabei jemals billig oder peinlich zu wirken.

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