Neue Obfrau für die HOSI Salzburg

Astrid Pracher folgt Gabriele Rothuber nach

Astrid Pacher
Elfriede Pöttgen/HOSI Salzburg

Die HOSI Salzburg bekommt eine neue Obfrau: Gabriele Rothuber zieht sich aus dem Vorstand der LGBTI-Organisation zurück, ihre Nachfolgerin wird die bisherige Frauenreferentin Astrid Pracher. Obmann bleibt Josef Lindner junior. Rothuber bleibt der HOSI Salzburg als Inter*-Beauftragte erhalten. 

Pionierin beim Thema Intergeschlechtlichkeit

Rothuber, die auch Geschäftsführerin der Fachstelle ‚Selbstbewusst’ leitet, brachte das Thema Intergeschlechtlichkeit bereits 2012 in die HOSI Salzburg. Heute ist die NGO österreichweit jene der “klassischen” LGBTI-Organisationen, die in diesem Bereich die höchste Expertise haben. 

“Die Arbeit in der HOSI mit LGBTI*-Menschenrechten hat meine Arbeit als GF der Fachstelle nachhaltig geprägt und wird dort auch weiterhin in meine Arbeit einfließen”, so Rothuber in einer Stellungnahme zu ihrem Abschied. Mit rund 160 Schulprojekten pro Jahr werde die Fachstelle weiterhin Informationen über sexuelle Vielfalt an viele Personen und Institutionen in Stadt und Land Salzburg herantragen. 

Der HOSI Salzburg bleibt Gabriele Rothuber weiter als Inter*Beauftragte erhalten. In dieser Aufgabe will sie in Zusammenarbeit mit den Selbstvertretungen wie dem Verein Intergeschlechtlicher Menschen (VIMÖ) zur Bewusstseinsbildung und Enttabuisierung beitragen. Aus dem Vorstand scheidet sie aus, “weil ich nicht halbherzig dabei sein möchte und mich meine Arbeit bei ‘Selbstbewusst’ vollständig beansprucht”. 

Frauenreferentin Astrid Pacher folgt Rothuber nach

Nachfolgerin von Gabriele Rothuber als Obfrau der HOSI Salzburg wird Astrid Pracher. Sie engagiert sich bereits seit 2014 für die HOSI Salzburg. Zunächst hat sie sich in der Frauenfußball-Mannschaft eingebracht und gestaltet seit einigen Jahren den Frauen*-Abend sowie die Feminale der HOSI Salzburg. Seit 2016 ist Pracher als Frauen-Referentin im Vorstand.  

„Das Engagement in der HOSI ist mir eine Herzensangelegenheit. Ich bringe mich wahnsinnig gerne im Team ein und bin begeistert, wie die HOSI Salzburg sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung als Obfrau und hoffe, dass ich in die großen Fußstapfen, die Gabriele hinterlässt reinwachsen werde. Mit ihrem Wissen, ihrer Art und ihrem Engagement war mir Gabriele die letzten Jahre ein großes Vorbild und ich werde versuchen mich mit meinen Kompetenzen ebenfalls so engagiert einzubringen“, so Pracher in einer ersten Stellungnahme.