ZDF dreht erste Serie mit nicht-binärer Hauptfigur

Sechs Folgen zu 15 Minuten für ZDFneo und die Mediathek

Charlie (Lea Drinda)
ZDF/Tatiana Vdovenko

In Offenbach laufen derzeit die Dreharbeiten für die sechsteilige Serie „Charlie“ – so der Arbeitstitel. Das Besondere: Die Hauptfigur ist nicht-binär, sie fühlt sich weder als Mann noch als Frau. Zu sehen werden die jeweils 15-minütigen Folgen auf ZDFneo sowie in der ZDF-Mediathek sein.

Charlie sucht und findet ihre eigene Nicht-Binärität

Hauptfigur der Serie ist Charlie, gespielt von Lea Drinda. Diese sucht – und findet – in der Serie ihre eigene Nicht-Binärität. Das katapultiert nicht nur Charlie, sondern auch das Umfeld aus der Komfortzone und rüttelt an scheinbar unumstößlichen Wahrheiten. Nur im Rap findet Charlie eine Konstante und ein Ventil für die eigenen Gefühle.

Charlie, Anfang Zwanzig, kommt aus einem Plattenbau und lebt noch bei Mutter Rowena. Die hat weder ihr eigenes Leben noch die Finanzen der Familie im Griff. Beide hangeln sich von Job zu Job. Zurzeit ist Charlie als Fahrradkurier unterwegs und bemerkt immer häufiger, dass die Erwartungshaltungen des Umfeldes nicht damit übereinstimmen, wie Charlie sich fühlt. 

Charlie scheint nirgendwo richtig reinzupassen, weder bei den coolen Jungs noch bei den überschminkten Mädels. Und in der chaotischen Familie gibt es nur Stress, als Rowenas Schwester Fabia lange aufgeschobene Schulden einzutreiben versucht. Immer öfter plagt Charlie die Frage: „Wo gehöre ich hin?“.

Zu sehen sind die Folgen auf ZDFneo und in der Mediathek

Neben Lea Drinda steht Bärbel Schwarz als Charlies Mutter vor der Kamera. Ihre Schwester Fabia wird von Katja Bürkle verkörpert. In weiteren Rollen spielen Anna Bardavelidze, Danilo Kamperidis, Dalila Abdallah, Antonije Stankovic, Aiken-Stretje Andresen und Rouven Israel. 

Kerstin Polte und Greta Benkelmann inszenieren die Drehbücher von Lion H. Lau. Produziert wird „Charlie“ von der U5 Filmproduktion. Die Dreharbeiten dauern noch bis zum 11. Februar. Wann die Serie ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest.