Sonntag, 14. Juli 2024
HomeMedienKino Max-Ophüls-Preis für österreichische Co-Produktion "Moneyboys"

[Video] Max-Ophüls-Preis für österreichische Co-Produktion „Moneyboys“

Chinesisches Escort-Drama bekommt einen der wichtigsten Film-Preise

Meistgelesen

Neu auf GGG.at

Einen besonderen Erfolg gibt es für den Film „Moneyboys“, einem Liebesdrama, das sich mit schwuler Prostitution in China auseinandersetzt: Der Film des österreichisch-chinesischen Regisseurs C.B. Yi, hat in Saarbrücken den Hauptpreis beim 43. Filmfestival Max-Ophüls-Preis für den besten Spielfilm erhalten. 

Neben dem mit 36.000 Euro dotierten Hauptpreis gewann der Film, der auch vom ORF und anderen österreichischen Partnern kofinanziert wurde, auch noch den Preis für das beste Drehbuch und den Preis der ökumenischen Jury.

Der Film erzählt auch von der ambivalenten Haltung Chinas zu Homosexualität

„Moneyboys“ handelt von einem Burschen, gespielt von Kai Ko, der als schwuler Prostituierter in der Großstadt arbeitet, um seine Familie am Land zu ernähren. Diese akzeptiert zwar sein Geld, nicht aber seine Homosexualität. Mit gebrochenem Herzen kämpft er schließlich um einen Neuanfang. In langen Plansequenzen beobachtet C.B. Yi, wie sein Protagonist langsam zu Klarheit über sich, die Liebe und das Leben findet.

- Werbung -

„Ein existenzieller, queerer und zugleich universaler Film über Liebe, der politische Bedeutung nicht verfolgt, aber sie erzeugt“, lobte die Jury den Film, der zur Zeit auch in den österreichischen Kinos zu sehen ist. „Moneyboys“ ist der erste Langfilm von C. B. Yi., der an der Filmakademie unter anderem bei Michael Haneka Regie gelernt hat. Der Film hatte seine Weltpremiere in Cannes, im Umfeld des österreichischen Oscar-Beitrags „Große Freiheit“.

Einer der wichtigsten Nachwuchspreise des deutschen Sprachraums

Der Preis wurde dieses Jahr zum 43. Mal verliehen. Das Filmfestival fand dieses Jahr zehn Tage lang in neun saarländischen Kinos und – in hybrider Form – als Streaming-Angebot statt. Die Preisverleihung wurde live auf YouTube übertragen.

Insgesamt gab es für den Filmnachwuchs 18 Preise, die mit gesamt 118.500 Euro dotiert waren. Verliehen wurden die Preise in vier Wettbewerben für Spielfilm, Dokumentarfilm, mittellanger Film und Kurzfilm. Der Max-Ophüls-Preis gilt als wichtigster deutschsprachiger Bewerb für Kino-Newcomer.