Montag, 27. Mai 2024
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„Große Freiheit“ auf der Shortlist für den Auslands-Oscar

Das Plädoyer gegen die Kriminalisierung Homosexueller beeindruckte die US-Jury

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Der österreichische Film „Große Freiheit“, der sich mit der Verfolgung schwuler Männer im Nachkriegsdeutschland beschäftigt, ist auf der Shortlist für den Oscar. Das wurde am Dienstag in Beverly Hills bekanntgegeben. Damit ist der vom ORF koproduzierte Film weiter im Rennen um den wichtigsten Filmpreis der Welt.

Aus 93 Filmen wurden 15 – und der österreichische Beitrag ist dabei

Insgesamt hatten 93 Länder einen Beitrag bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die den Oscar verleiht, eingereicht. Nun wurde diese Liste auf 15 Filme zusammengekürzt – und auf dieser Liste ist auch der österreichische Beitrag. Diese Filme können sich nun Hoffnung auf den nächsten Schritt, eine Nominierung für den Auslands-Oscar am 8. Februar 2022, machen.

International als auch in Österreich hat das Drama von Regisseur Sebastian Meise bereits mehrfach reüssiert: So hat der Film unter dem Titel „Un Certain Regard“ den Jury-Preis bei den 74. Internationalen Filmfestspielen in Cannes bekommen. Auch beim Internationalen Filmfestival von Sarajevo hat der Film den Hauptpreis gewonnen.

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Das Drama bekam bereits Preise in Cannes, Sarajevo und bei der Biennale

Bei der Viennale, Österreichs wichtigstem Filmfestival, gewann das eindrucksvolle Plädoyer gegen die Kriminalisierung und Diskriminierung Homosexueller, zwei Preise: Den Wiener Filmpreis für den besten österreichischen Film und den Erste Bank MehrWERT-Filmpreis. Dieser beinhaltet einen Aufenthalt in New York inklusive einer Werkpräsentation in den Anthology Film Archives.

Der Film „Große Freiheit“ erzählt von Hans, gespielt von Franz Rogowski, der im repressiven Nachkriegsdeutschland wegen seiner – damals strafbaren – Homosexualität immer wieder eingesperrt wird, aber beharrlich auf der Suche nach Freiheit und Liebe bleibt.  

Die einzige feste Beziehung in seinem Leben wird sein langjähriger Zellengenosse Viktor, ein verurteilter Mörder, dargestellt von Georg Friedrich. Eine weitere Hauptrolle spielt der 27-jährige Südtiroler Thomas Prenn, der als Oscar seine erste große Liebe mit Hans erlebt und dafür im Gefängnis landet.