Mittwoch, 17. Juli 2024
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Olympia: Iraschko-Stolz beim Teambewerb disqualifiziert, kein Finalplatz für Lara Wolf

Kein erfolgreicher Tag für das Team LGBTI bei den Olympischen Winterspielen in Peking.

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Nicht sehr erfolgreich war der gestrige Olympiatag für das Team LGBTI. Negatives Highlight war die Disqualifikation der österreichischen Skispringerin Daniela Iraschko-Stolz beim Mixed-Springen – die Olympiapremiere des Bewerbs endete im Chaos.

Disqualifikations-Orgie beim Mixed-Bewerb sorgt für Diskussionen

Denn Iraschko-Stolz war nur eine von insgesamt fünf Skispringerinnen, die wegen nicht regelkonformer Anzüge disqualifiziert wurden. Auch die Anzüge von Japans Topspringerin Sara Takanashi, der deutschen Katharina Althaus oder der Norwegerinnen Anna Odine Ström und Silje Opseth entsprachen dem finnischen Materialkontrolleur Mika Jukkara zufolge nicht den Bestimmungen.

Im Falle von Norwegen bedeutete die Disqualifikation Rang acht statt der Silbermedaille. Gewonnen hat das favorisierte Team aus Slowenien vor Russland, Bronze ging aufgrund des kuriosen Verlaufs an Kanada, das sich über seine erste olympische Medaille im Skispringen freuen durfte.

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Lara Wolf schafft es beim Big Air nicht ins Finale

Und auch sonst lief es für queere Sportler:innen nicht optimal. Die österreichische Freestylerin Lara Wolf kam beim Big Air nicht ins Finale und beendete den Bewerb auf Rang 21. Dabei sprang Wolf im Training als erste Frau einen „Switch Double Misty 12 Safety“, stand diesen aber im Bewerb zweimal nicht. „Ich habe lang auf das hintrainiert, speziell auf den Trick. Ich war bereit und kann ihn eigentlich. Natürlich habe ich mir mehr erwartet“, so die 21-Jährige enttäuscht zur Kronen Zeitung.

Ähnlich auch beim Biathlon: Beim 15-Kilometer-Lauf im Shangjiakou Nordic Ski Center kam die queere kanadische Teilnehmerin Megan Bankes im Einzelbewerb als 33. ins Ziel. Gewonnen hat den Bewerb die Deutsche Denise Herrmann vor der Französin Anaïs Chevalier-Bouchet und der Norwegerin Marte Olsbu Roiseland.

Im Eiskunstlauf-Teambewerb kam Kanada mit Paul Poirier und Eric Radford auf Platz 4, Italien mit Filippo Ambrosini auf den 7. Platz. Solide lief es für andere queere Eiskunstläufer: Beim Kurzprogramm der Herren belegte der US-Amerikaner Jason Brown Rang 6, der Franzose Kévin Aymoz Rang 10. Die Medaillenentscheidung fällt hier am Dienstag bei der Kür.