Dienstag, 27. Februar 2024
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„Ich stech‘ dich ab“: Schwules Paar in Berlin bedroht

Dann warfen die Unbekannten eine volle Glasflasche auf das Paar

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Erneut hat es in Berlin einen schwulenfeindlichen Vorfall gegeben. Im Stadtteil Neukölln wurde ein schwules Paar am Donnerstagnachmittag beleidigt, bedroht und mit einer vollen Glasflasche beworfen. Das meldet die Berliner Polizei. Die drei Angreifer konnten unerkannt entkommen.

Aus einem Café kamen zunächst schwulenfeindliche Beleidigungen

Es war gegen 16.45 Uhr, als ein 32-Jähriger die Polizei in die Sonnenallee rief: Er gab an, mit seinem 25 Jahre alten Freund auf dem Gehsteig spazieren gegangen zu sein, als sie auf Höhe eines Cafés von mindestens drei Männern schwulenfeindlich beleidigt wurden.

Als der 32-Jährige sein Telefon aus der Tasche nahm, um die Polizei zu rufen, soll ihm einer der Männer gedroht haben, ihn „abzustechen“, wie der Bedrohte bei der Aufnahme der Anzeige erklärte.

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Eine Suche nach den Angreifern verlief erfolglos

Anschließend sei aus der Gruppe eine mit Wasser gefüllte Glasflasche nach dem Paar geworfen wurde. Sie verfehlte die beiden Männer und zerbarst auf dem Gehsteig. Die beiden Männer blieben unverletzt, standen aber unter Schock. Die Angreifer entfernten sich nach dem Vorfall. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsabsuche durch die Einsatzkräfte verlief ohne Erfolg. 

Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat die weiteren Ermittlungen übernommen, wie es bei allen Fällen mutmaßlicher Hasskriminalität üblich ist. Gegen die Angreifer wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung ermittelt.

Für Hassverbrechen gegen LGBTI gibt es eigene Ansprechpartner:innen 

Opfer von Hasskriminalität können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben. Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LSBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.