Samstag, 13. April 2024
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Massachusetts: Maura Healey wird die erste lesbische Gouverneurin

Zahlreiche LGBTI-Kandidat:innen können sich bei den Midterm Elections durchsetzen

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Der US-Bundesstaat Massachusetts bekommt eine offen lesbische Gouverneurin: Bei den Midterm Elections konnte sich die Demokratin Maura Healey mit mehr als 60 Prozent der Stimmen gegen den von Donald Trump unterstützten Republikaner Geoff Diehl durchsetzen. Und die frisch gewählte Gouverneurin hat auch eine Verbindung zu Österreich.

„We did it, Massachusetts“

Die bisherige Generalstaatsanwältin des Bundesstaates folgt damit dem moderaten Republikaner Charlie Baker nach, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren konnte. „We did it, Massachusetts“, verkündete die künftige Gouverneurin nach ihrem Wahlsieg auf Twitter.

Die 51-Jährige ist damit die erste offen homosexuelle gewählte Politiker:in in Massachusetts. Insgesamt ist sie die dritte offen queere Person an der Spitze eines IS-Bundesstaates – nach der bisexuellen Kate Brown in Oregon und dem schwulen Jared Polis in Colorado.

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Als Profi-Basketballerin hat Healey in Österreich gespielt

Healey hat auch eine Verbindung zu Österreich: Wie das Mannschaft Magazin berichtet, war sie nach Abschluss ihres Studiums zwei Jahre als Profi-Basketballerin bei Wüstenrot Salzburg als Point Guard im Einsatz. Danach promovierte sie an der Northeastern University in Boston. Ihre Sporen verdiente sich die Juristin in der Folge vor allem durch Klagen gegen Donald Trump und Großkonzerne.

Bei den Midterm Elections werden das gesamte Repräsentantenhaus, ein Drittel des Senats und 36 der 50 Gouverneur:innen gewählt. Diesmal haben in den gesamten Vereinigten Staaten mehr als 1.000 queere Personen für politische Positionen kandidiert – mehr als je zuvor.

Mehr als 1.000 queere Kandidat:innen auf allen Ebenen bei den Midterms

Unter ihnen auch die lesbische Demokratin Becca Balint. Sie vertritt den US-Bundesstaat Vermont künftig im Repräsentantenhaus– und damit als erste Frau seit 230 Jahren ihren Bundesstaat in Washington.

In Montana wird mit Zooey Zephyr die erste trans Person ins Parlament des Bundesstaates einziehen. Sie hat sich für einen Einstieg in die Politik entschieden, nachdem in Montana ein transfeindliches Sportgesetz verabschieden wollte. „Wenn wir niemanden im Raum haben, um es zu stoppen, werden wir nie in der Lage sein, etwas zu verändern“, sagte sie.

Viele queere People of Color schaffen es in die Parlamente

Ohne Gegenkandidat wurde der Demokrat Mike Simmons in den Senat von Illinois gewählt. Er ist der erste Schwarze, der seinen Wahlkreis vertritt, und die erste queere Person im Senat von Illinois. Wiedergewählt wurde auch die schwarze queere Politikerin Tiara Mack in den Senat von Rhode Island.

Neu im Parlament von Michigan ist Jason Hoskins als erste offen queere Person of Color. Der 26-jährige James Roesner wurde als erster trans Mann der US-Geschichte in ein Parlament gewählt, er ist künftig Abgeordneter in New Hampshire.

Erste trans und erste nicht-binäre Person im Parlament von Montana

In Montana wurde die Demokratin Leigh Finke als erste trans Person ins Parlament des Bundesstaates gewählt. Dort trifft sie auf SJ Howell, die erste nicht-binäre Person, die ins Parlament gewählt wurde.

In den Senat von Minnesota ziehen mit Erin Maye Quade und Clare Oumou Verbeten nicht nur die ersten queeren Frauen ein, sondern auch die ersten schwarzen Frauen. „Es ist eine Ehre, einen Schritt in die Geschichte zu machen“, sagte Oumou Verbeten in einem Interview.

Auch in Texas wird der Regenbogen im Parlament größer

Mit Christian Manuel-Hayes und Venton Jones ziehen die ersten queeren schwarzen Männer ins Parlament von Texas ein. Dort treffen sie auf Jolanda Jones, die vor einigen Monaten in einer Zwischenwahl als erste offen queere schwarze Person ins texanische Parlament gewählt wurde. 

In Oklahoma wurde die bisexuelle Demokratin Annie Menz zur ersten Latina im Repräsentantenhaus des Bundesstaates gewählt. „Ich bin eine normale, arbeitende Mutter“, sagte die Alleinerzieherin und Navy-Veteranin in einem Interview.

Im Kampf gegen LGBTI-feindliche Gesetze in den Bundesstaaten

Wiedergewählt wurden unter anderem Michele Rayner, die erste schwarze queere Frau im Repräsentantenhaus von Florida, und die Menschenrechtsaktivistin Keturah Herron, Abgeordnete im Repräsentantenhaus von Kentucky.

Für die LGBTI-Community ist umfassende Repräsentanz im politischen System der USA überlebenswichtig. Wie der Nachrichtensender CNN zählte, wurden bereits in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf Ebene der einzelnen Bundesstaaten bereits 162 LGBTI-feindliche Gesetze beschlossen.

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