Freitag, 1. März 2024
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Beim Date getötet: Polizei nimmt zwei Verdächtige fest

Mitte Jänner ist in Hersdorf an der Eifel, einem 400 Einwohner zählenden Ort in Rheinland-Pfalz, ein Mann getötet worden - offenbar wurde er während eines Sex-Dates. Nun konnte die Polizei zwei Tatverdächtige festnehmen.

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Den bisherigen Ermittlungen zufolge verabredete sich das 56 Jahre alte Opfer am 14. Jänner mit zwei Burschen im Alter von 20 und 26 Jahren im Internet auf der Suche nach Sex. Er holte sie mit dem Auto in Remscheid in Nordrhein-Westfalen ab.

Der 56-Jährige brachte die Tatverdächtigen selbst ins Haus

Zu dritt fuhren sie in sein Haus in Hersdorf an der Eifel, das er alleine bewohnte. Dort endete das Date tödlich: Er wurde in seinem Badezimmer durch „massive Gewalteinwirkung“ gegen den Kopf getötet, berichtet der SWR . Seine Leiche wurde zwei Tage später gefunden.

Weitere Einzelheiten und Hintergründe zur Tat werden vorübergehend nicht mitgeteilt, um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden, so die Behörden.

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Haben die Burschen das sexuelle Interesse an dem Mann nur vorgetäuscht?

Wie die Staatsanwaltschaft Trier heute mitteilte, wurden am Dienstag die beiden Tatverdächtigen in Remscheid festgenommen. Dabei handelt es sich um serbische Staatsbürger, die in Nordrhein-Westfalen leben.

Es besteht der Verdacht, dass die beiden Burschen das sexuelle Interesse an dem 56-Jährigen nur vorgetäuscht hätten, um ihn auszurauben. So hätten sie sein Haus durchsucht und unter anderem sein Handy und seine Geldbörse entwendet.

Dann flüchteten sie zu Fuß, mit dem Taxi und öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf dem Weg nach Remscheid sollen sie an einem Bankomaten versucht haben, mit der Bankkarte des 56-Jährigen Geld abzuheben, was allerdings scheiterte.

Klassische Polizeiarbeit führte schnell zum Ziel

Nachdem der Tote gefunden wurde, berichteten Nachbarn, sie hätten zwei junge Männer in der Nähe des Hauses und später auf der Straße beobachtet.  Der Rest war klassische Polizeiarbeit: Wie der leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen berichtet, hätten die Kriminalbeamten daraufhin „zahlreiche Indizien zusammengetragen“. 

Dazu gehörte auch die systematische Auswertung  von Finanz- und Telekommunikationsdaten. So sei man den beiden jungen Männern auf die Spur gekommen. Fritzen ist überzeugt, die Richtigen erwischt zu haben: „Wir gehen davon aus, dass das die beiden sind, die eine Anwohnerin in der Nacht vor dem Haus gesehen hat.“

Das Amtsgericht Trier hat bereits Haftbefehl gegen die beiden Beschuldigten wegen des dringenden Tatverdachts erlassen. Ihnen wird gemeinschaftlicher Mord aus Habgier vorgeworfen. Gestern wurden die Tatverdächtigen erstmals dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der den Vollzug des Haftbefehls anordnete.

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