Freitag, 24. Mai 2024
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Verdunkelungsgefahr: Nacktfoto-Lehrer festgenommen

In Graz ist nun ein ehemaliger Lehrer festgenommen worden, der sich Nacktfotos seiner minderjährigen Schüler erschlichen haben soll – wegen Verdunkelungsgefahr. Nun befindet er sich in Untersuchungshaft.

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Wie unter anderem der ORF Steiermark berichtet, soll sich der ehemalige Religionslehrer gegenüber den Behörden „stets unkooperativ“ gezeigt haben: So soll er zuletzt unter anderem versucht haben, Beweismittel über „neuerlich angeschaffte elektronische Geräte“ zu unterdrücken. 

Der Lehrer soll versucht haben, eines seiner Opfer zu kontaktieren

Außerdem soll der ehemalige Lehrer über ein falsches Social-Media-Profil mit mindestens einem seiner Opfer erneut in Kontakt getreten sein. Er soll den Buben dabei zu einer Falschaussage bei der Polizei gedrängt zu haben.

Nun befindet er sich wegen Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft. Damit soll verhindert werden, dass der Mann weitere Opfer beeinflusst. Er wurde am Mittwoch mit Unterstützung der Schnellen Interventionsgruppen an seiner Wohnadresse festgenommen und in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

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Als Mädchen ausgegeben, um an Nacktfotos seiner Schüler zu kommen

Dem ehemaligen Lehrer wird vorgeworfen, sich in Snapchat als Mädchen ausgegeben zu haben, um mit seinen jugendlichen Schülern in Kontakt zu kommen. Dann soll er sie dazu überredet haben, ihm Nacktbilder und „Aufnahmen geschlechtlicher Handlungen“ zu senden. Dafür soll er sie mit Gutscheinen bezahlt haben.

Im vergangenen Herbst wandten sich einige Schüler an einen Vertrauenslehrer. Daraufhin erstattete der Direktor des betoffenen Gymnasiums Anzeige. Bei einer Hausdurchsuchung wurden Beweismittel in Form von Datenträgern sichergestellt. Das Dienstverhältnis mit dem Lehrer wurde beendet. Die genaue Zahl der Opfer steht noch immer nicht fest.

Bereits bisher dürfte der Ex-Pädagoge von seinem Recht auf Aussageverweigerung sehr konsequent Gebrauch gemacht haben. Bis jetzt hat er sich gegenüber der Polizei zu den Vorwürfen gegen ihn nicht geäußert. Außerdem dürfte er den Kriminalist:innen Zugangscodes zu sichergestellten Speichermedien verweigert haben.