Samstag, 20. April 2024
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An die Brust gefasst: Queerfeindliche Tat am Bielefelder Bahnhof

In Bielefeld ist es am Wochenende am Hauptbahnhof zu einem queerfeindlichen Vorfall gekommen. Der Tatverdächtige hatte der Polizei zufolge nicht nur Alkohol im Blut

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Einen „ungewöhnlichen queerfeindlichen Vorfall“ hat es am Samstagabend in Bielefeld gegeben. So soll ein 23 Jahre alter Deutscher auf eine 20-jährige Bielefelderin losgegangen sein, weil er ihr Geschlecht nicht zuordnen konnte.

Weil der 23-Jährige das Geschlecht der Opfer nicht erkenne konnte, wurde er aggressiv

Wie die Polizei berichtet, soll der betrunkene 23-Jährige aus der Gemeinde Kirchlengern zunächst auf einem Bahnsteig das Gespräch mit der 20-Jährigen und ihrem 19 Jahre alten Begleiter gesucht haben. 

Nach Recherchen der Neuen Westfälischen  soll sich der Betrunkene davon „provoziert“ gefühlt haben, dass seiner Meinung nach den beiden „auf den ersten Blick kein eindeutiges Geschlecht zuzuordnen war“. Schließlich habe er versucht, der 20-Jährigen „ungefragt an die Brust zu fassen“.

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Dagegen wehrte sich die Angegriffene. Daraufhin soll ihr der 23-Jährige die Brille vom Gesicht gerissen und sie weggeworfen haben. Sie konnte nicht mehr gefunden werden. Außerdem soll er ihr eine glühende Zigarette ins Gesicht gedrückt haben.

Zwei Promille Alkohol und 30 Gramm Marihuana

Die beiden Opfer konnten eine Streife der Bundespolizei alarmieren. Diese konnte den Verdächtigen stellen. Bei ihm wurde eine Alkoholisierung von zwei Promille festgestellt, auf der Wache konnten auch noch 30 Gramm Marihuana sichergestellt werden.

Gegen den 23-Jährigen wurden Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Drogenbesitzes und Sachbeschädigung eingeleitet. Die 20-Jährige erlitt bei dem Angriff eine Rötung unterhalb des rechten Auges. Sie lehnte eine ärztliche Untersuchung ab.

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