Freitag, 19. April 2024
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Buben über Instagram angesprochen: Missbrauchsverdacht gegen Schauspieler

Schwere Vorwürfe gibt es gegen einen Wiener Schauspieler: Er soll versucht haben, sexuellen Kontakt zu einem Chorbuben anzubahnen. Nun wird gegen ihn wegen Missbrauchsverdacht ermittelt.

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Wie die Kronen Zeitung berichtet, soll der Mann, der unter anderem als Moderator, Musicaldarsteller und Sprecher tätig ist, „im Rahmen seiner Tätigkeit mit Kinderschauspielern und Buben aus einem namhaften Kinderchor sexuelle Kontakte angebahnt haben“.

Der 13-Jährige sollte sich im Videochat selbst befriedigen

Der ehemalige Statist der Volksoper soll einen Buben, der dort im Kinderchor singt, über Instagram angesprochen haben. Per Videochat soll der Mann dann versucht haben, den 13-Jährigen zu sexuellen Handlungen an sich selbst zu überreden. Als der Bub das ablehnte, soll er ihm „Feig also“ geschrieben haben, zitiert die Krone aus einem der sichergestellten Chats.

Anfang Jänner wandte sich schließlich die Mutter des Buben an die Volksoper. Diese riet der Mutter, den Fall sofort anzuzeigen. Daraufhin schalteten die Eltern die Polizei ein. Gegenüber dem ORF Wien bestätigte die Polizei die Ermittlungen aufgrund des Verdachts der Anbahnung von Sexualkontakten zu Unmündigen.

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Nun wartet die Polizei auf die Auswertung der Datenträger

Bei weiteren Delikten wird aufgrund des Verdachts im Versuchsstadium ermittelt: Es geht um bildliches sexualbezogenes Kindesmissbrauchsmaterial und bildliche sexualbezogene Darstellungen minderjähriger Personen und den sexuellen Missbrauch von Unmündigen.

Weiters bestätigte die Polizei, dass in der Causa im Jänner eine Hausdurchsuchung durchgeführt hatte. Bei dieser sollen unter anderem zwei Smartphones, mehrere USB-Sticks und ein Tablet sichergestellt worden sein. Nun wartet die Polizei auf die Auswertung der Datenträger.

Der Tatverdächtige soll der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt sein

Auch die Staatsanwaltschaft Wien hat die Ermittlungen bestätigt. Bekannt sei ein konkreter Fall, bei dem es „immer wieder Kontaktaufnahmen“ gegeben habe, so deren Sprecherin Nina Bussek. Im Gegensatz zum Fall Teichtmeister soll der nun Verdächtige, für den die Unschuldsvermutung gilt, der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt sein.

Die Volksoper erklärt zu dem Fall, dass der Mann „von Dezember 2022 bis April 2023 fallweise als Statist auf Werkvertragsbasis“ im Haus engagiert war. Gegen ihn sei „unverzüglich ein Hausverbot“ erlassen worden, man habe auch mit dem Landeskriminalamt und dem Verein Möwe Kontakt aufgenommen.

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