Montag, 27. Mai 2024
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Unbekannter greift Gäste einer FLINTA*-Party mit Reizgas an

Erneut hat es in Berlin einen queerfeindlichen Angriff gegeben: Im Stadtteil Neukölln wurden Besucher:innen einer FLINTA*-Party von einem Unbekannten mit Reizgas besprüht.

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Wieder meldet die Berliner Polizei einen queerfeindlichen Angriff in der deutschen Hauptstadt: Am Sonntag gegen 0.30 Uhr sollen zwei Personen auf der Pannierstraße in Neukölln an einem Lokal vorbeigegangen sein, in dem eine Party für Frauen, Lesben, inter­geschlechtliche, nichtbinäre, trans­geschlechtliche und agender Personen (FLINTA*) stattgefunden hat.

Ohne Vorwarnung sprühte der Mann Reizgas auf die Gäste

Ohne Vorwarnung soll einer der beiden, ein Mann, Reizgas in Richtung des Lokaleingangs gesprüht haben und dann geflüchtet sein. Vor dem Eingang standen mehrere Gäste. Mindestens fünf Personen im Alter zwischen 25 und 30 Jahren klagten danach über Reizungen der Atemwege. Sie lehnten eine medizinische Behandlung aber ab.

Nach dem Angriff wurde die nähere Umgebung nach dem Tatverdächtigen und dessen Begleitung abgesucht – ohne Erfolg. Wie bei Hassverbrechen üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die weiteren Ermittlungen übernommen. Eine nähere Beschreibung des Tatverdächtigen wurde nicht veröffentlicht.

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Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.