Dienstag, 18. Juni 2024
HomeNewsChronikStreit mit schwulenfeindlichen Beschimpfungen endet mit Kopfverletzungen

Streit mit schwulenfeindlichen Beschimpfungen endet mit Kopfverletzungen

Wegen einer Beleidigung mit homophonem Hintergrund im Bezirk Mitte ermittelt derzeit die Berliner Polizei. Was genau passiert sein soll, sieht jeder der Beteiligten jeweils anders.

Meistgelesen

Neu auf GGG.at

Der Vorfall, den die Berliner Polizei untersucht, ereignete sich in der Nacht auf Sonntag gegen 3.10 Uhr vor einem Imbiss an der Neuen Promenade. Ein 38-Jähriger fühlte sich Gesängen gestört, die ein 20-Jähriger, eine 19- und eine 20-Jährige und ein weiterer 20-Jähriger gesungen haben. Auch deren Inhalt, auf den die Polizei in ihrer Meldung nicht weiter eingeht, war dem 38-Jährigen ein Dorn im Auge.

Vom Streit gibt es zwei sehr unterschiedliche Versionen

Es kam zu einem Streit, über dessen Ablauf ein zwei sehr unterschiedliche Versionen gibt: Der 38-Jährige behauptet, der 20-Jährige habe ihn mit einer Flasche angegriffen und auf den Kopf geschlagen. Der 20-Jährige sagte wiederum gegenüber der Polizei, er sei von dem Älteren gewürgt worden und habe sich dagegen gewehrt.

Später soll ein 35 Jahre alter Begleiter des 38-Jährigen versucht haben, mit dem 20-Jährigen ein klärendes Gespräch zu führen – woraufhin dieser ihn schwulenfeindlich beleidigt haben soll. Daraufhin verließ die Gruppe mit dem 20-Jährigen den Imbiss, wurde aber bald darauf von Polizist:innen aufgegriffen.

- Werbung -

Alarmierte Rettungskräfte brachten den 38-Jährigen mit Kopfverletzungen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Der 20-Jährige klagte über Schmerzen am Hals, die am Ort nicht behandelt werden mussten. Nachdem die Polizei die Personalien aller Beteiligten aufgenommen hatte, wurden sie entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.