Dänische Drag Queen beim Grand Prix

Und wieder tritt eine schillernde Gestalt beim Eurovisions-Song-Contest an: Für Dänemark wird DQ, eine Drag Queen mit bürgerlichem Namen Peter Andersen, passenderweise mit dem Song „Drama Queen“ antreten. Sie hat den Zweitplatzierten James Sampson um vier Punkte geschlagen.

Dabei wäre DQ gar nicht ins Landesfinale gekommen: Im Halbfinale war sie anderen Teilnehmern unterlegen, doch mit 60 Prozent der Internet-Stimmen wurde sie mit einer Wildcard ins Finale katapultiert.

Beobachter bewundern ihr Charisma, ihre Freude am Auftritt und ihren Siegeswillen. Kaum zu glauben, dass die Diva bis vor einem Jahr noch Soldat bei der dänischen Armee war.

In dem Lied geht es übrigens um einen Mann mit ständigen Liebesproblemen, und der zum Schluß auf der Bühne aufblüht.

Ob das DQ in Helsinki gelingt, bleibt offen. Zunächst muss sie sich im Halbfinale bewähren. Doch queere Kandidaten sind beim Eurovisions-Song-Contest beliebt: 2002 waren die slowenischen „Sestre“ im Austrian-Stewardessen-Outfit der Kracher, und 1998 gewann Diva International sogar für Israel.