USA: Katholiken sollen Homo-Gegner wählen

Bei einem Treffen der römisch-katholischen Bischöfe in Baltimore wurden fünf Politik-Bereiche genannt, die nicht verhandelbar seien und für die deshalb jeder Katholik eintreten müsse. Darunter auch alle Formen von eingetragenen Partnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare. Die Bischöfe riefen alle Gläubigen auf, Gegner der Kirchenposition bei den 2008 anstehenden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen nicht zu wählen. Außerdem müssten die Wähler gegen Abtreibung kämpfen, sowie Sterbehilfe, Stammzellenforschung und menschliches Klonen ablehnen, entschied die Bischofskonferenz. Tabu seien alle Kandidaten, die „mit dem Bösen zusammenarbeiten“ („cooperation with evil“).

Trotz der Ablehnung der Bischöfe ist die Unterstützung für die Rechte von Lesben und Schwulen unter Katholiken in den USA seit Jahrzehnten höher als unter Protestanten.

Hauptanliegen der Politik solle der Bischofskonferenz zufolge das Gesundheitssystem, der Schutz von Flüchtlingen und Arbeitnehmern sowie der Umweltschutz sein. Außerdem werde Folter abgelehnt.