Pfizer-Medikament soll HIV-Übertragung verhindern

Der amerikanische Pharmakonzern Pfizer will offenbar eine weitere Einsatzmöglichkeit für sein HIV-Mittel „Selzentry“ prüfen lassen. Das New Yorker Unternehmen werde die Lizenzierung des seit vergangenem Herbst in den USA zugelassenen Medikaments an die Non-Profit-Organisation International Partnership for Microbicides (IPM) ankündigen, schreibt das „Wall Street Journal“. 
Das IPM soll prüfen, ob das HIV-Mittel derart um gestaltet werden kann, dass es als Mikrobiozid dienen könne. Mikrobiozide sind vaginale Substanzen, die entwickelt werden, um die Übertragung von HIV während des Geschlechtsverkehrs zu reduzieren. Ein Mikrobiozid kann in Form von Gel, Creme, Film, Zäpfchen oder Schwämmen eingesetzt werden oder auf einem Vaginalring enthalten sein, der die aktiven Wirkstoffe nach und nach freigibt. 
Die Aussichten für Mikrobiozide seien eingetrübt, stellt das Wall Street Journal fest und verweist auf einen schweren Rückschlag in der Forschung im vergangenen Jahr. Anfang 2007 wurde eine Studie abgebrochen, weil sich mehr Teilnehmerinnen mit HIV infiziert hatten als in der Gruppe mit Placebo-Gabe.