Bareback-Videos: Kritik von Chi Chi LaRue

Ungewöhnlich scharf hat Porno-Urgestein Chi Chi LaRue erneut Bareback-Pornos kritisiert. „Als ich zum ersten Mal Bareback-Filme in den Läden gesehen habe, war ich natürlich sehr enttäuscht“, so der Regisseur. „Am Anfang sah es so aus, als ob HIV-positive Darsteller es mit anderen HIV-positiven Darstellern trieben – ein Verhalten, dass in der Gay Community üblich sein soll“. Jetzt ist die Lage aber um einiges ernster, da viel mehr kondomfreie Filme in den Handel kämen. „Derzeit sehen wir 18-jährige Jungspunde, die von mehreren Männern hintereinander ohne Kondom durchgevögelt werden. 20-Jährige in England sollen sich bereits infiziert haben, nachdem sie ihren ersten Porno gedreht haben.“

LaRue, die bürgerlich Larry David Paciotti heißt, glaubt nicht daran, dass die Porno-Produzenten die Darsteller mit Tests vor einer HIV-Infektion schützen könnten. „Was ist, wenn der Test einen Tag, bevor das Virus festgestellt werden kann, gemacht wurde?“, fragt sie. Einen lukrativen Vertrag mit der Firma Vivid Video hat LaRue nicht unterschrieben, weil in diesem Label Kondome nicht mehr Pflicht waren. „Ich habe Angst, dass mehr und mehr Darsteller ihre Gesundheit beim Dreh gefährden und falsche Vorbilder sind“, so die Besitzerin des Labels Rascal Video.

LaRue empfiehlt im persönlichen Sex-Leben jeden Partner so zu behandeln, als ob er HIV-positiv sei. Sie ist seit Jahren als Safer-Sex-Aktivistin unterwegs. In ihren Pornos tragen alle Darsteller grundsätzlich Kondome.