Samstag, 15. Juni 2024
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Schwules deutsches Fernsehen startet

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Am 1. November ist es soweit: Timm, der erste deutsche Fernsehsender für schwule Männer geht nach langen Planungen auf Sendung. Timm soll zunächst unter der Woche von 18 bis 24 Uhr senden, am Wochenende auch länger.

Auf dem Programm von Timm stehen aktuelle Berichterstattung über Politik, Gesellschaft und Kultur genauso wie Filmnächte sowie Talk- und Spielshows. Ergänzt wird das Angebot durch Service- und Insidertipps rund um die Themen Mann, Reisen, Lifestyle und Fashion.

Jeder Tag steht dabei unter einem besonderen Thema: Beim „scharfen Montag“ gibt es Serien aus England und den USA. Der „charmante Dienstag“ ist für Dating und Beziehungstalk reserviert. „Meinungen am Mittwoch“ präsentiert Dokus, Reportagen, Porträts und einen Polittalk. Beim „Donnerstag mit Biss“ gibt’s Sitcoms und Comedy-Sendungen. Der „Pink Friday“ läutet mit Lästereien und Tratsch das Wochenende ein. Am „langen Samstag“ werden Spielfilme gesendet und beim „Super-Sonntag“ dreht sich alles um Reisen und Urlaub.

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Auch drei Eigenformate stehen auf dem Plan: Das tägliche Magazin „Timmtoday“, die Talkshow „Timmousine“, die im Taxi aufgezeichnet wird, sowie die Datingshow „Homecheck“. Außerdem hat Timm mehrere Serien und Spielfilme eingekauft. Darunter ist die britische Fußballfrauen-Saga „Footballer’s Wives“, die afroamerikanische Schwulensoap „Noah’s Arc“ sowie „Queer as Folk“. Auch die britische Kultserie „Absolutely Fabulous“ wird bei Timm zu sehen sein.

Zu den eingekauften Spielfilmen gehören „Mein Leben in Rosarot“, „Being John Malkovich“, „Prêt-à-Porter“ sowie der thailändische Biografiefilm „Beautiful Boxer“.

Ein Programm, das nicht nur für schwule Männer interessant ist: „Wir schließen niemanden aus. Es gibt genauso viele heterosexuelle Männer, die sich für Lifestyle interessieren und sich gerne mal im Kosmetikstudio verwöhnen lassen“, sagte der Manager der Vertriebsfirma Deutsche Fernsehwerke GmbH (DFW), Holger Schöpper, bei der Programmpräsentation in Hamburg.

Das Zielpublikum für Timm ist groß: „Jeder neunte Mann ist schwul“, so Timm-Programmchef Frank Lukas, der auch das RTL-Schwulenmagazin „anders Trend“ moderiert hat. „Mit Timm wollen wir versuchen, die Lebenswelten eines Homosexuellen so real wie möglich darzustellen“, so Lukas weiter.

In anderen Ländern wie den USA, Kanada und Frankreich gibt es bereits eigene schwule Fernsekanäle. „Die positiven Erfahrungen der ausländischen Sender haben gezeigt, dass das Konzept funktioniert“, sagt Chefredakteur Hick.

Ursprünglich sollte Timm bereits vor einem Jahr auf Sendung gehen. Timm kann im digitalen Kabelnetz und über Astra-Digital unverschlüsselt empfangen werden.

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