Konservative Anglikaner beraten in Uganda über schwule Bischöfe

Der Konflikt um homosexuelle Geistliche in der Anglikanischen Kirche geht in die nächste Runde: Rund 40 anglikanische Bischöfe aus den USA, Großbritannien, Australien, Kanada und mehreren afrikanischen Staaten treffen sich in der Kampala, der Hauptstadt von Uganda, um über ihr weiteres Vorgehen zu beraten.

Der anglikanischen Kirche droht eine Spaltung, nachdem die konservativen Kräfte der Anglikaner bereits im Sommer in Jerusalem eine eigene Gruppe innerhalb der Anglikanischen Kirche gegründet hatte. Besonders ist den Konservativen die Wahl des offen schwulen Priesters Gene Robinson zum Bischof des US-Staats New Hampshire im Jahr 2003 ein Dorn im Auge. Homosexualität sei „unrechtmäßig“ und widerspreche den Lehren der Bibel, sagt der nigerianische Erzbischof Nicholas Okoh.

Dabei fühlen sich die afrikanischen Kirchenfürsten von ihren Regierungen bestätigt. In den meisten Ländern Afrikas ist Homosexualität illegal. Lesben und Schwule müssen nicht nur mit Gefängnisstrafen, sondern auch gewalttätigen Übergriffen rechnen.