Steirische Aids-Hilfe: Mehr Betreute, weniger Geld

Mit Geldsorgen kämpft die Steirische Aids-Hilfe – dabei ist die Zahl der HIV-Infizierten, die betreut werden, im letzten Jahr um 76 auf 275 gestiegen.

Jetzt geht Lola Fleck, Leiterin der Steirischen Aids-Hilfe, wegen der prekären Situation an die Öffentlichkeit: Denn die 197.000 Euro, die ihr vom Land Steiermark zugesichert wurden, sind noch immer nicht ausbezahlt, die Stadt Graz hat ihren Zuschuss von 17.000 auf 12.000 Euro gekürzt und das Gesundheitsministerium hat seinen Beitrag von knapp 290.000 Euro seit Jahren nicht aufgestockt.

Verglichen mit den Beträgen aus öffentlichen Töpfen sind die Spenden, die die Aids-Hilfe bekommt, eher gering: Für 2010 rechnet Fleck mit rund 6.000 Euro, vielleicht etwas mehr, nachdem diese nun auch steuerlich abgesetzt werden können.

Dabei ist die Arbeit der Steirischen Aids-Hilfe nach wie vor unverzichtbar. In der Prävention bietet sie jedes Jahr 400 Workshops und Fortbildungen für Berufsschullehrer an. Bei der Beratung konzentriert sich die Arbeit auf HIV-Tests, inklusive Vor- und Nachgesprächen. Der dritte Schwerpunkt ist die Betreuung HIV-positiver Menschen, hier absolvieren Sozialarbeiter auch Hausbesuche.

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