Erstes schwules Bordell der Schweiz geschlossen

Der Versuch, in der Schweiz ein schwules Bordell zu etablieren, ist gescheitert. Nach drei Monaten haben sich die Betreiber der „Golden Gay Spa & Wellness“-Sauna in Zürich entschlossen, keine Escorts mehr anzubieten und als „normale“ Schwulensauna weiterzumachen.

„Viele Besucher fühlten sich gehemmt, unser Haus zu betreten, weil auch Escortservice angeboten wurde – wir haben deshalb den Betrieb dieser Abteilung eingestellt“, schreiben sie Saunabetreiber auf ihrer Homepage. Mit dem Wegfall der Dienstleistungen sinken auch die Preise: Zu Beginn kostete der Eintritt ohne Escort, aber mit alkoholischen Getränken noch 99 Franken, wenige Wochen später wurde der Preis auf 49 Franken halbiert. Jetzt sind es noch 25 Franken, es sind aber nur mehr alkoholfreie Getränke inkludiert.

„Offenbar geht das Konzept von Golden Gay nicht auf, sonst müsste man nicht ständig die Preise anpassen“, vermutet Hanspeter Steger, Vizepräsident des Vereins Gaybetriebe und selbst Saunabetreiber, im Gespräch mit der Zeitung „20 Minuten“. Das Blatt zitiert auch Besucher, die die Saunen in dem Etablissement unter anderem als „zu klein und daher nicht benutzergerecht“ beschreiben.