Homo-Verbot in Simbabwe in die Verfassung?

In Simbabwe möchte die Partei des diktatorisch regierenden Präsidenten Robert Mugabe Homosexualität auch per Verfassung verbieten.

Erst im Jahr 2006 hat Präsident Mugabe die Gesetze gegen Homosexualität verschärft: Seit damals droht nicht nur auf Sex bis zu zehn Jahren Haft, auch einfache Umarmungen sind in dem afrikanischen Land verboten. Das will Didymus Mutasa, Generalsekretär der regierenden Zanu-PF, nun auch in der Verfassung verankern: Dort solle alles, was „menschliche und öffentliche Moral beschädigt, verboten werden“. Seiner Meinung nach gehören dazu auch „Homosexualität, Abtreibung und Sterbehilfe“.

Simbabwe fällt immer wieder durch irrationale Hetze gegen Homosexuelle auf. Allen voran der seit 1980 absolutistisch regierende Präsident Robert Mugabe. Für ihn ist Homosexualität „Idiotismus“ und eine Waffe weißer Kolonialherren, mit der Afrika weiter kontrolliert werden soll. Sein Ministerpräsident Morgan Tsvangirai schlägt in die gleiche Kerbe: „Ich erkenne diese Kultur nicht an. Warum sollte man sich nach anderen Männern umschauen, wenn 52 Prozent der Bevölkerung Frauen sind. Es gibt so wenige Männer“, sagte er erst im März dieses Jahres.