[Video] Hausverbot für NPD-Chef gerechtfertigt

Das Hausverbot für NPD-Chef Udo Voigt in einem auch bei Lesben und Schwulen beliebten Wellness-Hotel ist rechtens. Das hat das Landgericht Frankfurt (Oder) heute bestätigt. Es wies Voigts Klage ab, berichtet das Schwulen-Magazin „Du & Ich“ in seiner Online-Ausgabe.

Voigt hatte im November ein Wochenende im Vier-Sterne-Wellness-Hotel „Esplanade“ im Kurort Bad Saarow in Brandenburg gebucht. Hoteldirektor Heinz Baumeister sagte dem prominenten Gast aber öffentlich ab: Voigts politische Überzeugung sei nicht mit dem Ziel des Hauses zu vereinbaren, „jedem Gast nach Möglichkeit ein exzellentes Wohlfühlerlebnis zu bieten“. Er müsse fürchten, andere Gäste zu verlieren, wenn sein Haus den Ruf bekomme, Rechte zu beherbergen.

Voigt tobte. Er rief zum Boykott der Wellness-Oase auf und nannte das Verbot einen Ausdruck „kommunistischer Strukturen in Brandenburg“. Wegen gefährlicher Drohungen musste Hoteldirektor Baumeister sogar zwei Wochen unter Polizeischutz gestellt werden.

Dass die Klage abgewiesen wurde, bestätigt Baumeister in seiner Haltung: In den letzten Wochen habe er viele zustimmende Zuschriften von Gästen und anderen Menschen erhalten, erzählt er. Voigt will unterdessen gegen die Abweisung der Klage berufen. Er sieht sich wegen seiner politischen Überzeugung diskriminiert. Notfalls will er, der sonst der Europäischen Union nicht so positiv gegenüber steht, sogar vor den Europäischen Gerichtshof im französischen Straßburg ziehen.

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