Hat „Cruising-Mörder“ wieder zugeschlagen?

Der „Cruising-Mörder“, der in Deutschland schon zwei Männer an als Cruising-Plätzen beliebten Autobahnparkplätzen regelrecht hingerichtet hat, könnte wieder zugeschlagen haben. Wie die Kölner Boulevard-Zeitung „Express“ berichtet, wurde Montag abend ein halbnackter Toter in einem Waldgebiet in Kerpen-Buir aufgefunden.

Bei dem noch unbekannten Mann handelt es sich vermutlich um einen Südländer, der 30-35 Jahre alt ist. Er ist 1,82 Meter groß, 85 Kilo schwer und hat braune Augen. Auf seinem linken Oberschenkel befindet sich eine zehn Zentimeter lange alte Narbe. Als die Leiche gefunden wurde, hatte er nur ein schwarzes T-Shirt an. Die Hose lag fünfzig Meter weiter entfernt. Der Unbekannte wurde mit einem Schuss in den Hinterkopf „regelrecht hingerichtet“, wie der „Express“ schreibt. Weiters schoss ihm sein Mörder in den Oberkörper,

Jetzt schließt die Polizei nicht aus, dass der unbekannte Tote das dritte Opfer des „Cruising-Mörders“ sein könnte. Der Fundort der Leiche war drei Kilometer von einem beliebten Cruising-Parkplatz entfernt. Und in der Nähe von Cruising-Orten in Hessen und Baden-Württemberg hat der Täter bereits im Mai und Juli gemordet: Am 8. Mai schoss der Unbekannte dem 30-jährige Heiko S. am Steuer seines Wagens in den Hinterkopf, am 2. Juli wurde der 70-jährige Hans Friedrich L. erschossen auf einem Parkplatz gefunden – ebenfalls durch einen Kopfschuss aus derselben Waffe.

Jetzt wird nach dem „Cruising-Mörder“ in ganz Deutschland gefahndet. Die einzige, dürftige Spur ist derzeit ein weißer Kleinwagen, der in der Nähe des letzten Fundorts gesehen wurde. Hinweise nimmt die zuständige Mordkommission unter Tel. +49/221/229-0 entgegen.