Pentagon warnt schwule und lesbische Soldaten vor Outing

Auch, wenn das Ende der „Don’t Ask, Don’t Tell“-Regel (DADT) im US-Militär in Sichtweite ist, warnt das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten schwule oder lesbische Soldaten davor, sich zu outen.

Eine Bundesrichterin hatte die Regel letzte Woche mit einer Einstweiligen Verfügung als verfassungswidrig außer Kraft gesetzt. Das Pentagon hat daraufhin begonnen, den Richterspruch umzusetzen. Da die US-Regierung unter Präsident Barack Obama aber aus formalen Gründen gegen die Entscheidung berufen wird, kann das DADT-Verbot bald wieder ausgesetzt werden.

Genau davor warnt der für Personalfragen zuständige Unterstaatssekretär Clifford Stanley. In einem Memo macht er klar: „Das Verteidigungsministerium hat gestern gegen diese Einstweilige Verfügung berufen. In der Zwischenzeit akzeptiert das Verteidigungsministerium die Verfügung. Die Gültigkeit dieser Verfügung könnte bald entschieden werden.“ Für die Armeeangehörigen sollte sich daher zunächst nichts ändern: „Es bleibt ein Prinzip des Verteidigungsministeriums, Mitarbeiter oder Bewerber nicht nach ihrer sexuellen Orientierung zu fragen. Außerdem gibt es durch die Einstweilige Verfügung und die Berufung eine gewisse Unsicherheit über die Zukunft von DADT. Wir weisen unsere Bediensteten darauf hin, dass eine Veränderung ihres persönlichen Verhaltens in dieser rechtlich unsicheren Umgebung nachteilige Konsequenzen für sie selbst oder andere haben kann, wenn die Entscheidung des Gerichts aufgehoben werden könnte“, so Stanley in dem Memo weiter.