Freitag, 19. April 2024
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[Video] Lesben und Schwule dürfen zur US-Armee rekrutiert werden

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Die rechtliche Unsicherheit rund um „Don’t Ask, Don’t Tell“ (DADT) führt in den USA zu seltsamen Blüten. Bundesrichterin Virginia Philips hatte die Bestimmung ja für verfassungswidrig erklärt und aufgehoben. Das Verteidigungsministerium will aber voraussichtlich gegen die Entscheidung berufen und eine Einstweilige Verfügung erwirken, die das Verbot von DADT bis zu einem Entscheid des Höchstgerichts rückgängig macht.

Deshalb hat das Verteidigungsministerium den Angehörigen der Streitkräfte empfohlen, sich vorübergehend nicht zu outen. Da DADT derzeit aber außer Kraft ist, müssen die Rekrutierungsstellen der US-Armee schwule und lesbische Bewerber annehmen.

Diese wissen aber noch nichts davon: So berichtet das US-Magazin „The Advocate“ vom 29-jährigen Ex-Navy Omar Lopez, der sich wieder verpflichten wollte, aber abgewiesen wurde – und den Fall mit seiner Videokamera dokumentiert hat. Der Mann im Rekrutierungsbüro erklärte Lopez, dass die Meldungen über ein Ende von DADT „nur Publicity“ wären: „Das heißt nicht unbedingt, dass die Veränderungen schon passiert sind…“

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Pentagon-Sprecherin Cynthia Smith widerspricht dem Rekrutier: „Das Verteidigungsministerium wird natürlich das Gesetz befolgen“, erklärt sie. Eine entsprechende E-Mail wurde bereits ausgeschickt.

„Don’t Ask, Don’t Tell“ wurde 1993 unter US-Präsident Bill Clinton eingeführt. Die Regel besagt, dass Lesben und Schwule bei der Armee arbeiten können, solange sie ihre sexuelle Orientierung nicht offen ausleben oder davon erzählen. In ihrem Urteil vom vergangenen Dienstag hatte Phillips ausgeführt, dies laufe unter anderem dem Grundrecht auf Meinungsfreiheit zuwider. Seit ihrer Einführung wurden 14.000 Soldatinnen und Soldaten aufgrund dieser Regel entlassen.

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