Mario Gomez ruft schwule Fußballer zum Outing auf

Unterstützung von unerwarteter Seite bekommen nicht geoutete schwule Fußballer: In einem Interview mit der Illustrierten „Bunte“ bestärkt sie der deutsche Nationalspieler Mario Gomez, auch öffentlich zu ihrer sexuellen Orientierung zu stehen.

„Schwulsein ist doch längst kein Tabuthema mehr. Wir haben einen schwulen Vizekanzler, der Berliner Bürgermeister ist schwul. Also sollten sich auch Fußballprofis zu ihrer Neigung bekennen“, so der 25-Jährige. Für die Mannschaft wären offen schwule Kicker ein Gewinn, ist Gomez überzeugt: „Sie würden dann wie befreit aufspielen“, ist er sich sicher.

Damit setzt sich schon der zweite deutsche Nationalspieler gegen Homophobie im Fußball ein. Vorreiter war Philipp Lahm, dem für seinen Standpunkt im Jahr 2008 den Tolerantia-Preis verliehen wurde. Auch DFB-Präsident Theo Zwanziger hat schwulen Spielern bei einem Outing seine Unterstützung zugesagt.

Die Fans sind vermutlich ohnehin schon eine Spur weiter: Einer aktuellen Studie der Universität von Staffordshire zufolge zählt für 90 Prozent der Fans die Leistung eines Spielers, nicht dessen sexuelle Orientierung. Und 60 Prozent der Befragten würden sogar schwule Spieler ermutigen, sich zu outen.