Sonntag, 14. April 2024
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Brasilianer trotz Homo-Ehe vor Ausweisung aus USA

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In den USA könnte ein schwuler Brasilianer ausgewiesen werden, obwohl er rechtmäßig mit einem US-Bürger verheiratet ist.

„Ich bin sehr deprimiert“, sagt der 31-jährige Genesio Oliveira. „Ich bin in Panik. Ich dachte, das wäre jetzt vorbei.“ Bereits vor drei Jahren wurden Oliveira und sein 49-jähriger Ehemann Tim Coco getrennt, als ihm Asyl verweigert wurde. Der Brasilianer gab an, als Teenager in seiner Heimat vergewaltigt worden zu sein. Ein Richter hat damals die Angst vor einer Rückkehr als „berechtigt“ eingestuft, erkannte aber damals keinen körperlichen Schaden der Vergewaltigung an.

Der Fall erregte internationales Aufsehen, die USA mussten herbe Kritik von Menschenrechtsorganisationen einstecken. Der demokratische Senator John Kerry, ein ehemaliger Präsidentschaftskandidat, hakte schließlich bei den Behörden nach und konnte eine vorübergehende Aufenthaltsbewilligung für Oliveira aus humanitären Gründen erwirken.

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Doch der zuständige Generalstaatsanwalt Eric Holder bleibt hart. Er will sein Urteil nicht aufheben, damit droht ihm die Abschiebung innerhalb von sechs Monaten. „Er hätte die Macht, uns zu helfen, und er tut es einfach nicht“, schüttelt Oliveira den Kopf. Für eine Stellungnahme vor der Presse war Holder nicht erreichbar.

Auch, wenn Brasilien zu den Ländern Südamerikas gehört, in denen Lesben und Schwule am meisten Rechte haben, ist die Zahl der homophoben Morde in den letzten Jahren stark gestiegen. Viele US-Richter erkennen deshalb Homosexualität als Asylgrund für Brasilianer an.

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