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Auch Android schmeisst Romeo-App raus

Dass Google mit seinem Betriebssystem Android gerne Apples iPhone Konkurrenz machen möchte, ist nicht Neues. Jetzt gibt es eine neue, nicht ganz so angenehme Parallele: Auch bei Android fliegen unerwünschte schwule Inhalte aus dem Shop.

So haben die Wächter über das Betriebssystem am 4. April die App „RomeoLive“ ohne Vorwarnung aus dem Android Market gekickt, mit der man – ähnlich wie bei der offiziellen App für das iPhone – direkt auf seinen GayRomeo-Account zugreifen kann.

Der offizielle Grund für den Rausschmiss: Nicht nackte Haut, wie bei Apple, sondern „Förderung von illegalen Aktivitäten“. Denn auf der GayRomeo Website gibt es auch Informationen über Gesundheitsthemen und den richtigen Umgang mit Escorts. Das habe Google gestört, erfuhr „RomeoLive“-Entwickler Oliver Blaske nach der Sperre auf Anfrage in einem Mail. Besonders bizarr: „Dass solche Seiten gar nicht in der App aufrufbar sind, hat bei Google offenbar keinen interessiert. War es vielleicht doch nur ein vorgeschobener Grund?“, fragt sich Blaske.

Erstaunlich sind hier die Parallelen zum ersten Rausschmiss von MobilRomeo, der ersten iPhone-App, mit der auf GayRomeo zugegriffen werden konnte. Diese wurde nach der Beschwerde eines Users aus dem App Store genommen. Indizien deuten aber darauf hin, dass ein mäßig erfolgreicher Mitbewerber die erfolgreiche App bei dem Softwarekonzern angeschwärzt hat. Das dürfte auch bei „RomeoLive“ der Fall gewesen sein – immerhin wurde die Gratis-App bereits mehrere 10.000 Mal heruntergeladen.

„Ich dachte immer, Google ist besser und offener als Apple. Jetzt weiß ich, das ist falsch“, ist Blaske gegenüber dem Online-Portal „queer.de“ enttäuscht.