Europaparlament: Kroatien muss bei Homo-Rechten nachsitzen

Das Europäische Parlament hat gestern eine Resolution verabschiedet, in der es um die Bedingungen für eine Aufnahme Kroatiens in die EU geht. Nachholbedarf besteht vor allem bei der Bekämpfung von Homophobie und homophober Gewalt, so die Parlamentarier. Sie beziehen sich dabei vor allem auf die Attacken, denen dieses Jahr die Lesben- und Schwulenparade in Split ausgesetzt war.

Das Parlament sei „ernsthaft über die Gewalt gegen Teilnehmer des LGBT Pride Marsches am 11. Juni 2011 in Split und die Unfähigkeit der kroatischen Behörden, die Teilnehmer zu schützen, besorgt“, heißt es in der Resolution. Weiters verlangt das Europäische Parlament von den kroatischen Behörden, die Vorfälle aufzuklären und dafür zu sorgen, dass sie sich nicht wiederholen.

„Kroatien wird im Jahr 2013 in der Europäischen Union Willkommen geheißen. Aber bis dorthin – und wenn es einmal ein Mitgliedsland geworden ist – muss es sich ernsthaft mit den Rechten von Minderheiten auseinandersetzen“, sagt die niederländische Europaabgeordnete Marije Cornelissen, die den entsprechenden Absatz der Resolution verfasst hat.

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