Erster HIV-Heimtest in den USA auf den Markt

In den USA ist der erste zugelassene HIV-Heimtest im Handel erhältlich. Rechtzeitig zum „National Gay Men’s HIV/Aids Awareness Day“ heute ist er in den Drogerie- und Supermärkten der USA eingetroffen.

„OraQuick“ kostet im Handel rund 40 US-Dollar. Damit ist er etwas teurer als erhofft, aber noch immer leistbar. Zielgruppe des Tests sind unter anderem Menschen, die sich nicht den persönlichen Fragen bei den Testeinrichtungen stellen wollen. Diese bieten den Test kostenlos an.

Der Test wurde im Juli von der Gesundheitsbehörde FDA für den Gebrauch zu Hause zugelassen. Bis jetzt durften nur Ärzte den Speicheltest, der nach 20 bis 40 Minuten ein Ergebnis liefert, verwenden.

Kritiker bemängeln, dass auch diese Tests nicht hundertprozentig sicher sind: Acht Prozent der HIV-Positiven bekommen ein negatives Ergebnis, ein Prozent der HIV-Negativen eine positive Diagnose. Besonders hoch ist die Fehlerquote, wenn der Test nicht von medizinischem Fachpersonal durchgeführt wird.

Außerdem fordern viele Beratungsstellen, dass Patienten nach einer HIV-Diagnose nicht alleine gelassen werden sollen, um Kurzschlusshandlungen zu vermeiden.

In Österreich sind HIV-Heimtests nicht zugelassen. Zwielichtige Unternehmer vertreiben aber trotzdem unzuverlässige Produkte über das Internet. Aids-Hilfen und das in Österreich zuständige Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BAGS) raten von solchen Produkten ab.