Lesben- und Schwulendemo in Weißrussland untersagt

Wie erst heute bekannt wurde, haben weißrussische Behörden zwei Veranstaltungen für die Rechte von Schwulen und Lesben untersagt. Das berichtet der US-Auslandssender „Radio Free Europe/Radio Liberty“ (RFE/RL).

Weißrussische Aktivisten wollten am 11. Dezember in der Hauptstadt Minsk einen Marsch für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender abhalten, heute hätte es eine Kundgebung gegeben. Die Behörden untersagten die Veranstaltungen aus „technischen“ und Zeitgründen.

Die Lesben- und Schwulenorganisation GayBelarus hat das Verbot verurteilt. In einer Stellungnahme heißt es, der Unwillen der Behörden, andere Orte oder Zeiten für die Veranstaltungen zu diskutieren, zeige „die absichtliche Missachtung von Bürgerrechten, politischen Rechten und Freiheiten“.

Nichts desto Trotz wollen die Aktivisten nach Informationen von RFE/RL trotzdem demonstrieren. Aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen wurden aber keine Details bekanntgegeben.

Weißrussland gilt als letzte Diktatur Europas. Präsident Alexander Lukaschenko regiert mit eiserner Hand. Wie auch in Russland werden Lesben- und Schwulenparaden verboten, Aktivisten müssen mit massiven Repressionen rechnen. Zur Kritik an seiner Person sagte Lukaschenko, es sei besser, ein Diktator zu sein, als schwul.