Während Sotschi: Dauer-Mahnwache für Homo-Rechte in Berlin

Die Aktivistengruppe „Enough is Enough“, die in Berlin bereits die größte Demonstrationen gegen die Menschenrechtssituation in Russland organisiert hat, wird auch während der Olympischen Winterspiele in Sotschi nicht schweigen. Mit einer „Rainbow Flame“ möchte man zeitgleich zu den Spielen eine Dauermahnwache am Potsdamer Platz einrichten.

„Während das Olympische Feuer bei der Eröffnungsfeier in Sotschi am 7. Februar entfacht wird, werden wir zeitgleich mitten in Berlin ein eigenes Feuer zum Leuchten bringen“, heißt es in einer Ankündigung. Das Feuer soll von 7. bis 23. Februar rund um die Uhr brennen, die Aktivisten sollen dort mit Passanten ins Gespräch kommen. Die Mahnwache soll ein „Ort der Begegnung und Aufklärung“ sein, über Fotos in sozialen Netzwerken soll sich die Botschaft weltweit verbreiten.

„Die Rainbow Flame ist eine Einladung an alle Menschen in und außerhalb Berlins: Gemeinsam wollen wir als eine ständig wechselnde Mahnwache die ‚Flamme beschützen‘ und so ein unmissverständliches Zeichen der Solidarität mit der LGTBI-Community auf der ganzen Welt setzen“, so die Aktivisten.

Dabei könnten sie auch Besuch von internationalen Stars können: Denn einen Tag vor den Olympischen Winterspielen wird am Potsdamer Platz, wo die Mahnwache stattfinden wird, das internationale Filmfestival Berlinale eröffnet. Während dem Festival finden dort auch Galapremieren mit prominenter Beteiligung statt – die sich durchaus auch zur „Rainbow Flame“ verirren könnte.

Nun sucht „Enough is Enough“ noch Teilnehmer an der Mahnwache. In Kürze kann man sich auf der Website für Schichten eintragen, auch sucht die private Initiative noch Unterstützung für „Bühne, Technik, Feuer“. Auch Spenden werden benötigt.