Schöpfer der russischen „Anti-Homo-Propaganda“-Gesetze hetzt gegen Conchita Wurst

Conchita Wurst scheint in Russland mehr Schlagzeilen zu machen als in Westeuropa: Nun hetzt jener Politiker, der in St. Petersburg das Gesetz gegen „Homo-Propaganda“ eingebracht hat, gegen Österreichs Teilnehmerin beim Eurovision Song Contest.

Vitali Milonow scheint kein großer Fan des europäischen Gesangswettbewerbs zu sein. So bezeichnete er den Song Contest als „europaweite Schwulenparade“ und forderte die russischen Verantwortlichen auf, keine Teilnehmer nach Kopenhagen zu schicken.

Wie der „Guardian“ schreibt, meint Milonow in dem Brief, „sogar die Ausstrahlung des Wettbewerbs in Russland könnte Millionen Russen verletzen“ – und das liegt an Conchita Wurst, die dieses Jahr Österreich beim Song Contest vertritt.

„Die Teilnahme dieses augenscheinlichen Transvestiten und Hermaphroditen Conchita Wurst auf der selben Bühne wie die russischen Sänger im Live-Fernsehen und eine unverhohlene Propaganda für Homosexualität und spirituellen Verfall“, so Milinow in dem Brief.

Später twitterte der Politiker, dass ein vollständiger Boykott des Song Contest nicht notwendig sei. Es würde reichen, wenn der „Perverse aus Österreich“ – gemeint ist Conchita Wurst – nicht auftreten dürfe.