VP-Wien-Kandidatin: Homo-Ehe führt zu Christenverfolgung

Außerdem zu Poligamie und "Freundinnenehe", warnt Gudrun Kugler

Gudrun Kugler
privat

Gudrun Kugler, konservativ-katholische Kandidatin der Wiener ÖVP für den Wiener Gemeinderat, warnt in deutlichen Worten vor der Öffnung der Ehe. In einem Artikel für die Zeitschrift des Mittelschüler-Kartellverbandes (MKV) schreibt sie, diese führe unter anderem zur Geschwisterehe.

In der Ehe müssen wir „zurück zur Natur“, fordert Gudrun Kugler

„Wir müssen in der Frage der Ehe zurück zur Natur“, schreibt Gudrun Kugler in der MKV-Zeitschrift Couleur. Denn „nur so lebt unsere Gesellschaft nachhaltig“. Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare führe zur Beliebigkeit. „‚Ehe für alle‘ ist Ehe für niemanden“, ist Kugler, die auf Platz 13 der VP-Gemeinderatsliste kandidiert und einen Vorzugsstimmenwalkampf führt, überzeugt.

Und das ist nicht alles, was die Theologin und Neo-ÖVP-Politikerin zu dem Thema zu sagen hat. Denn: „Die Homoehe führt unweigerlich zu schrittweisen Erweiterungen wie Polygamie (bereits ernsthaft diskutiert) oder eine Ehe für beste Freundinnen oder unter Geschwistern.“ Ob auch beste Freunde dann heiraten können, lässt Kugler offen – genauso wie die Quellen ihrer Befürchtungen.

Adoption durch schwule oder lesbische Paare widerspricht für die ÖVP-Politikerin der Kinderrechtskonvention

Weiters warnt die ÖVP-Gemeinderatskandidatin vor der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare bei der Fremdkindadoption. „Trotz höchstrichterlichem Urteil (…) sollte in der Adoption die (heterosexuelle, Anm. d. Red.) Ursprungsfamilie möglichst nachgebaut werden“. Das sei „in der Kinderrechtekonvention vorgesehen“, meint Kugler, die auch eine katholische Single-Plattform ins Leben gerufen hat.

Weiters führe die Ehe-Öffnung „bereits heute vielerorts zu Intoleranz gegen Christen“, erklärt die vierfache Mutter in der MKV-Zeitschrift Couleur weiter. Wer nach diesen Aussagen vermutet, Gudrun Kugler sei homophob, wird von ihr eines besseren belehrt. Denn: „Dass sich Homosexuelle in stabilen Beziehungen umeinander kümmern, ist etwas Gutes.“ Nur heiraten, das sollen sie nicht dürfen.