Fünf Emmys für Transgender-Comedy ‚Transparent‘

Hauptdarsteller dankt Community für 'eure Geduld, euren Mut, eure Inspiration'

Transparent
Amazon

Premiere bei der Verleihung der Emmys in der Nacht auf heute in Los Angeles: Jeffrey Tambor gewann bei den 67. Primetime Emmy Awards als bester Hauptdarsteller für eine Comedy-Serie den ersten Emmy für eine transsexuelle Figur. In der zehnteiligen Amazon-Serie „Transparent“ spielt der 71-Jährige die Transsexuelle Maura Pfefferman, die sich erst als Pensionistin outet.

„Danke für eure Geduld, euren Mut, eure Inspiration. God bless you.“

Die Serie gewann auch noch den Preis für die beste Regie sowie drei Emmys in Nebenkategorien: „Transparent“ wurde auch noch für die beste Titelmusik, die besten Kostüme in einer zeitgenössischen Serie und Bradley Whitford als besten Gaststar ausgezeichnet. Damit hat die Television Academy ein deutliches Zeichen für die Diversifizierung von Fernsehprotagonisten gesetzt. Hauptdarsteller Tambor widmete seinen Emmy der transsexuellen Gemeinde mit den Worten: „Danke für eure Geduld, euren Mut, eure Inspiration. God bless you.“

Die nigerianisch-amerikanische Schauspielerin Uzo Aduba wurde bereits zum zweiten Mal als beste Nebendarstellerin in einer Dramaserie ausgezeichnet. Sie spielt in der Netflix-Serie „Orange is the New Black“ die lesbische Gefängnis-Insassin „Crazy Eyes“. Sie hatte diesen Preis auch schon im Vorjahr für diese Rolle erhalten. Derzeit wird die vierte Staffel der Serie produziert.

Jane Lynch bekommt Emmy als beste Moderatorin

Ebenfalls zum zweiten Mal in Folge bekam die lesbische Schauspielerin Jane Lynch einen Emmy. Sie wurde als beste Moderatorin ausgezeichnet. Lynch moderiert die Spielshow „Hollywood Game Night“, bei der Prominente gegeneinander antreten.

Zu den weiteren Preisträgern gehört Viola Davis. Sie gewann als erste Schwarze den prestigereichen Fernsehpreis als beste Hauptdarstellerin einer Drama-Serie mit ihrer Rolle der Annalise Keating in der Shonda-Rhimes-Serie „How to Get Away With Murder“. „Das einzige, was farbige Frauen von allen anderen trennt, sind Chancen – man kann keinen Emmy für Rollen gewinnen, die es nicht gibt“, sagte sie in ihrer Dankesrede.

Auch ein Emmy für „Game of Thrones“

Als beste Dramaserie wurde „Game of Thrones“ ausgezeichnet, als beste Comedy-Serie „Veep“, in der das Polit-Establishment von Washington auf die Schaufel genommen wurde. Außerdem erhielt „Veep“-Darstellerin Julia Louis-Dreyfus den Preis als beste Comedy-Hauptdarstellerin – und zitierte in ihrer Dankesrede Donald Trump.

Amy Schumers „Inside Amy Schumer“ holte einen Emmy für die beste Sketch-Show, als beste Variety-Talkshow ehrte die Television Academy die soeben zu Ende gegangene „Daily Show“ von Jon Stewart.