Freitag, 31. Mai 2024
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Mehr als die Hälfte der Russen wollen Lesben, Schwule und Transgender töten oder verbannen

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Mehr als die Hälfte der Russen ist der Meinung, Lesben Schwule, Bisexuelle und Transgender sollten isoliert oder umgebracht werden. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des unabhängigen Levada Center hervor. Dieses erhebt die Meinung der Russen über Minderheiten seit 1989.

Mehr als die Hälfte der Befragten macht klar: Sie wollen mit sexuellen Minderheiten nichts zu tun haben. Mehr als jeder Fünfte, insgesamt 21 Prozent, wollen sexuelle Minderheiten liquidiert sehen. 37 Prozent, das ist mehr als jeder Dritte, wollen sie aus der Gesellschaft ausstoßen.

Damit sind die Russen in den 26 Jahren, in denen die Umfrage durchgeführt wurde, gegenüber sexuellen Minderheiten intoleranter geworden. Das liegt auch an den Signalen der Staatsführung, wie dem international oft kritisierten Gesetz gegen „Homo-Propaganda“, das 2013 beschlossen wurde. Seitdem ist in Russland die Anzahl der Hassverbrechen gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender dramatisch gestiegen.

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Der Gegenwind in der russischen Gesellschaft betrifft übrigens nicht nur Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender: Auch Prostituierte, Obdachlose oder religiöse Splittergruppen sind in den letzten 15 Jahren deutlich unbeliebter geworden. Nur gegenüber Behinderten sind die Russen toleranter: Haben 1989 noch 23 Prozent gemeint, behinderte Kinder sollten getötet werden, ist dieser Wert nun auf 2 Prozent gefallen. Für die Umfrage wurden 1.600 Menschen aus ganz Russland befragt, die Fehlertoleranz liegt bei 3,4 Prozent.